Patienteninformation

1. Operiert werden ohne Schmerzen
2. Was passiert am Tag vor der Operation?
3. Was passiert während und nach der Operation?
4. Nach ambulanten Operationen - Verhaltensweisen zu Ihrer Sicherheit

Bei vielen Menschen ruft der Gedanke an eine bevorstehende Operation und Narkose Beunruhigung oder sogar Ängste hervor. Die Notwendigkeit einer Operation und der hierfür erforderlichen Narkose oder regionalen Betäubung erfordert es, sich anderen Menschen vollständig anzuvertrauen die man meist erst kurz kennengelernt hat. Wir - Ihre Ärzte und Pflegekräfte - sind mit diesen Ängsten vertraut und sind bestrebt Ihnen sowohl durch Gesprächsbereitschaft und Verständnis als auch durch Vermittlung unserer fachlichen Kompetenz diese Ängste zu nehmen und Ihnen das sichere Gefühl zu geben, bei uns gut aufgehoben zu sein.

PDF-Datei: Anästhesie-Informationen für unsere Patienten PDFButton (2,5 MB)

1. Operiert werden ohne Schmerzen

Die Narkose (griech. narkos, der Schlaf) meint einen künstlich hervorgerufenen Schlaf mit ausgeschaltetem Schmerzempfinden des gesamten Körpers. Ein anderes Wort hierfür ist auch "Allgemeinanästhesie" (griech. anästhesie, für Empfindungslosigkeit). Dieser Zustand wird durch nebenwirkungsarme Medikamente herbeigeführt und durch hochmoderne Narkosegeräte überwacht und kontrolliert. Wir verwenden kurzwirksame und gut steuerbare Medikamente, die gut verträglich sind und eine schnelle Erholung nach der Operation gewährleisten.
Die Regionalanästhesie meint die Betäubung einer bestimmten Körperregion ohne Ausschaltung des Bewusstseins. Ein Beispiel hierfür ist die Spinalanästhesie. Mit diesem Verfahren werden Operationen an der unteren Körperhälfte bei erhaltenem Bewusstsein völlig schmerzfrei durchgeführt. Bei Bedarf können Sie zusätzlich zur Regionalanästhesie ein Schlafmittel erhalten.
Für größere Operationen an Blase, Prostata und Niere ist die Kombination von Regionalanästhesie (Periduralanästhesie) und Allgemeinanästhesie sinnvoll. Dadurch wird eine optimale Schmerzbehandlung nach der Operation, eine frühzeitige Mobilisation und eine schnellere Erholung gewährleistet.

2. Was passiert am Tag vor der Operation?

Spätestens am Vortag der Operation werden Sie zu einem Termin in unsere Anästhesieambulanz gebeten. Zur Vorbereitung erhalten Sie bei Aufnahme auf Ihrer Station einen Fragebogen den Sie schon vor dem Termin in der Anästhesieambulanz durchlesen und sorgfältig ausfüllen. Um für Sie das beste Anästhesieverfahren auszuwählen, sind Informationen über ihre jetzige Erkrankung und ihre Krankengeschichte besonders wichtig. In einem persönlichen Gespräch wird sich der Anästhesist/in über Ihre eventuellen Vorerkrankungen informieren, die mögliche Einnahme von Medikamenten vor der Operation festlegen, und mit Ihnen die für Sie optimale Anästhesievariante auswählen und erklären. Fragen oder letzte Unsicherheiten bezüglich der Narkose können bei dieser Gelegenheit ausführlich besprochen werden. Bitte essen Sie 6 Stunden vor dem Eingriff nichts mehr. Klare Flüssigkeiten können in kleinen Mengen (1 Glas Wasser) bis zu 2 Stunden vorher getrunken werden. Falls am folgenden Morgen des Operationstages die Einnahme von Medikamenten angeordnet wurde, so können Sie diese noch mit einem Schluck Wasser einnehmen. Zur Vorbereitung auf die Operation und Narkose erhalten Sie eine Beruhigungstablette.

3. Was passiert während und nach der Operation?

Ihr Anästhesie-Team besteht aus einem/r Anästhesisten/in (Narkoseärztin) und einer/einem speziell ausgebildeten Anästhesieschwester/-pfleger. Ziel dieses Teams ist es, für Sie als Patienten die Anästhesie und Operation so sicher und angenehm wie möglich zu gestalten. Während der Operation kontrollieren wir vor allem die Funktionen von Herz, Kreislauf und Atmung. Hierbei stützen wir uns neben unserer klinischen Erfahrung auf modernste Narkose- und Überwachungsgeräte. Nach Beendigung der Operation und der Anästhesie werden Sie im Aufwachraum bzw. auf der Intensivstation von speziell ausgebildeten Fachpflegekräften intensiv betreut und überwacht. Dies geschieht so lange bis mit Störungen der Organfunktionen, die als Folge der Narkose oder Operation manchmal auftreten können, nicht mehr gerechnet werden muss. Erst dann werden Sie wieder auf ihr Stationszimmer zurückverlegt.
Ein Schwerpunkt unserer perioperativen Betreuung ist es, operationsbedingte Schmerzen zu behandeln. Hierfür werden hochwirksame Schmerzmittel in individueller Dosierung systemisch oder mit speziellen Katheterverfahren verabreicht und Ihren Bedürfnissen angepasst.

4. Nach ambulanten Operationen - Verhaltensweisen zu Ihrer Sicherheit

Moderne Narkoseverfahren und verfeinerte Operationstechniken ermöglichen es operative Eingriffe ambulant durchzuführen. Sie kommen morgens vor dem Eingriff nüchtern in die Klinik und gehen wenige Stunden nach der Operation wieder nach Hause.
Wir führen Untersuchungen oder Behandlungen nur dann ambulant durch, wenn sich dadurch das Risiko für Sie bzw. Ihr Kind nicht erhöht.

Der operative Eingriff und die Nebenwirkungen von Medikamenten und Betäubungsmitteln können vorübergehend Ihre Reaktionsfähigkeit herabsetzen. Bitte nehmen Sie frühestens nach 24 Stunden wieder aktiv am Straßenverkehr teil, arbeiten Sie nicht an schnellen Maschinen und trinken keinen Alkohol. Sie sollten in dieser Zeit keine wichtigen Entscheidungen treffen.

Lassen Sie sich bzw. Ihr Kind nach der Entlassung aus der ärztlichen Überwachung von einer Begleitperson abholen. Parkplätze stehen direkt vor unserer Klinik zur Verfügung.

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie oder Ihr Kind die ersten 24 Stunden nach dem Eingriff ständig betreut werden. Nach Entlassung aus der Klinik dürfen Sie/Ihr Kind leichte Kost zu sich nehmen. Bei Schmerzen oder Übelkeit nehmen sie bitte die verordneten Medikamente ein.

Haben Sie Verständnis, dass sich in Ausnahmefällen die Entlassung nach Hause verzögern kann oder Sie/Ihr Kind doch stationär aufgenommen werden müssen. Diese Ausnahmen sind zu Ihrer eigenen Sicherheit.

 

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