Urologische Klinik Dr. Castringius München - Planegg

 

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Welche Symptome können auftreten?

Erste Beschwerden werden vom Betroffenen oft erst wahrgenommen, wenn die Harnröhre schon so stark komprimiert ist, dass die Blase erschlafft. Dann kommt es zu typischen Veränderungen beim Urinieren:

  • verzögerter Beginn der Entleerung: Die Betroffenen stehen oft minutenlang an der Toilette.
  • abgeschwächter Harnstrahl: Der Harn kommt nur portionsweise oder er tröpfelt lange dahin (Pollakisurie).
  • das Gefühl einer unvollständig entleerten Blase: Die Betroffenen gehen nach dem Urinieren nochmals auf die Toilette, weil sie unsicher sind, ob sie noch einmal „müssen".
  • Nykturie: häufige nächtliche Toilettengänge. Das ist eine Folge der unvollständigen Blasenentleerung.
  • häufige Harnwegsinfektionen.
  • Strangurie: Schmerzen beim Urinieren.
  • Hämaturie: Wenn der Betroffene pressen muss, um seine Blase zu entleeren, oder bei stark erhöhten Drücken in der Blase können möglicherweise Blasenvenen aufplatzen. Dann gelangt Blut in den Urin, was eine sichtbare Hämaturie erklärt.
  • Akuter Harnverhalt: In fortgeschrittenen Fällen ist die Blase unfähig, sich willkürlich zu entleeren.

Was sind die möglichen Folgen?

In Abhängigkeit von der Schwere der Abflussbehinderung werden mehrere Stadien der BPH unterschieden: Im ersten Stadium ist der Beginn der Blasenentleerung verzögert und das Wasserlassen dauert merklich länger. Außerdem tröpfelt Urin nach. Eine weiter wachsende Prostata schränkt die normale Blasenfunktion spürbar ein. Der Patient klagt über ein Restharngefühl und muss insbesondere nachts mehrmals Wasser lassen. Wenn zuviel Restharn in der Blase verbleibt, treten gehäuft Blasenentzündungen auf. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zur so genannten Überlaufinkontinenz. Dabei kann die überdehnte Blase den Urin nicht mehr halten; ständiges Urintröpfeln ist die Folge. Im Spätstadium kann es zu einem Rückstau des Urins in die Nieren (Hydronephrose) kommen, was unbehandelt zum dialysepflichtigen Nierenversagen führt.

Um den Schweregrad der Symptome einer gutartigen Prostatavergrößerung zu beurteilen, wurde der so genannte Internationale Prostata-Symptomenscore (IPSS) entwickelt. Letztlich handelt es sich um einen Fragebogen, der das Ausmaß der Abflussstörung messbar und vergleichbar macht

Insgesamt sieben Fragen führen in ihrer Summe zu Punktwerten, die die Notwendigkeit therapeutischen Handelns zu erkennen helfen.

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