Die Prostataoperation
Wann muß operiert werden?
- Wenn es zu einer Harnstauung über die Blase hinaus kommt (obere Harnwegsstauung),
- bei ausbleibender Fähigkeit der Blase, den Harnstau zu kompensieren (dekompensierte Blase) oder bei eingetretener Überlaufinkontinenz.
Wann sollte operiert werden?
- bei ein- oder mehrmalig vorkommendem Harnverhalt
- bei medikamentös nicht beeinflussbaren Blasenentleerungsstörungen oder
bei stark erniedrigten Uroflow-Werten
- nach wiederholter Nebenhodenentzündung
Welche Operationsmethode kommt in Frage?
- TUR-Prostata
Standardoperationsverfahren bei Prostatavergrößerungen bis ca. 80 ccm ist die so genannte transurethrale Prostataresektion (TUR-P), umgangssprachlich auch Prostata „Hobelung“ genannt. Mit Hilfe eines Operationsblasenspiegels, der durch die Harnröhre bis zur Prostata vorgeschoben wird, schneidet der Operateur mit einer stromführenden Schneideschlinge Prostatagewebe aus, das dann über den Schaft des Instruments herausgespült wird. Trotz technisch-medizinischer Weiterentwicklungen, insbesondere der operativen Laserverfahren, ist die TUR-P-Methode bei der chirurgischen Behandlung der BPH weiterhin das Verfahren der Wahl.
Wir führen in unserer Klinik dieses Operationsverfahren in sehr hohen Fallzahlen üblicherweise in einer schonenden Rückenmarksnarkose (Spinalanästhesie) durch. Durch das sehr hohe Operationsaufkommen und durch unsere erfahrenen Fachärzte ist die Rate schwerwiegender Komplikationen (z.B. transfusionspflichtige Nachblutung, Einschwemmungssyndrom) bei uns sehr niedrig. Der durchschnittliche stationäre Aufenthalt beträgt nur ca. 5 Tage.
Nächste Seite
PDF-Datei: BPH 
|