Welche Operationsmethode kommt in Frage?
- Laserablative Verfahren
Als minimalinvasive Alternative bieten wir auch eine Prostatagewebeabtragung mittels moderner Laserverfahren an.
Beim Greenlight-Laser wird Licht zur Entfernung von Prostatagewebe verwendet. Durch einen transurethralen Zugang zur Prostata wird das grüne Licht des Lasers von den Blutgefäßen und blutreichem Gewebe absorbiert. Diese Licht-Absorption führt zu einer plötzlichen explosionsartigen Aufnahme von Energie und das bestrahlte Gewebe verdampft, ohne dass Blut austritt. Mediziner sprechen hier von der „Photoselektiven Vaporisation der Prostata (PVP)“. Der Greenlight-Laser kann daher als Licht-Skalpell“ in der Hand des Operateurs gesehen werden. Sofort nach dem unblutigen Verdampfen des Gewebes ist der Urin-Ablauf wieder frei, es entsteht ein kräftige Harnstrahl, und die Harnblase kann wieder ungehindert entleert werden. Die Behandlung ist praktisch unblutig, und der Patient kann schon nach einem ein- bis zweitägigen stationären Aufenthalt die Klinik wieder verlassen.
Ein relativer Nachteil dieser Methode ist die fehlende Möglichkeit, durch die OP Prostatagewebe für eine feingewebliche Untersuchung zu gewinnen. Die Chance, damit einen möglicherweise versteckten Tumor der Prostata zu entdecken, kann damit nicht genutzt werden. Ausserdem wird mit dem Greenlight-Laser weniger Gewebe als bei einer TUR-P entfernt. Daher kann die Laserbehandlung bei sehr stark vergrößerten Drüsen zu schlechteren Ergebnissen führen als eine vergleichbare Therapie durch die TUR-P.
- Die Prostataoperation über einen Bauchschnitt (suprapubische Prostataadenomenukleation)
Sie ist notwendig, - wenn die vergrößerte Prostata ein bestimmtes Gewicht (80 bis 100 Gramm) überschritten hat, - gleichzeitig große Blasensteine vorliegen, wenn zusätzlich noch große Blasendivertikel in gleicher Sitzung abgetragen werden müssen. Wir führen diese Schnittoperation üblicherweise in Vollnarkose durch. Die durchschnittliche Operationszeit beträgt knapp 60 Minuten. Der stationäre Aufenthalt beträgt ca. 8 Tage. Falls gleichzeitig ein Leistenbruch besteht, kann dieser in der gleichen Narkose ebenfalls operiert werden.
Datei: BPH 
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