Urologische Klinik Dr. Castringius München - Planegg

 

Drucken E-Mail

Was ist ein Hodentumor, was ist Hodenkrebs?

Ein Hodentumor ist ein in der Regel bösartiges Geschwulst (Tumor) im Hoden, der potentiell über den Blut oder Lymphweg Tochtergeschwulste (Metastasen) in anderen Organen oder Organsystemen (z.B. Bauch-Lymphknoten, Leber, Lunge) bilden kann.

Hodenkrebs ist die häufigste bösartige Krebserkrankung junger Männer zwischen 20 und 40 Jahren. Auch wenn bereits Metastasen aufgetreten sind, sind die Behandlungsmöglichkeiten exzellent und die Chance auf eine definitive Heilung sehr hoch. Prominentes Beispiel ist der Fahrrad-Profi Lance Armstrong, der ebenfalls an Hodenkrebs erkrankt war (mit Metastasen in der Lunge und im Gehirn), der erfolgreich behandelt wurde und seitdem mehrfach die Tour de France gewonnen hat und derzeit als komplett geheilt gilt.

Wie häufig tritt ein Hodenkrebs auf?

Es erkranken jährlich ca. 30/100.000 Männern an einem bösartigen Hodentumor Hodenkrebs). Hodentumoren treten bevorzugt bei jüngeren Männern auf, 10% der Patienten sind sogar jünger als 20 Jahre. Patienten, bei denen der Hoden nach der Geburt nicht im Hodensack liegt oder lag (Hodenhochstand), haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Hodentumoren.

Gibt es Warnsignale des Körpers?

Hodenkrebs wird meist nur zufällig festgestellt.
Da die Hoden der Selbstuntersuchung gut zugänglich sind, kann man jedem Mann empfehlen, die Hoden regelmäßig selbst abzutasten. Verdächtig auf einen Tumor ist jede schmerzlose tastbare Vergrößerung; selten können aber auch einmal Schmerzen die ersten Zeichen eines Hodentumors sein. Wenn bei der Selbstuntersuchung eine Vergrößerung im Bereich des Hodens tastbar ist, sollte man sich zügig bei einem Urologen zur weiteren Untersuchung vorstellen.

Nächste Seite

PDF-Datei: Hodenkrebs PDFButton