Urologische Klinik Dr. Castringius München - Planegg

 

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  • Strahlentherapie
    V.a. bei Seminomen kann eine prophylaktische Bestrahlung der Lymphknoten im hinteren Bauchraum notwendig sein. Ob eine Bestrahlung notwendig ist, hängt wieder von der Ausdehnung des Tumors ab und davon, ob sich vergrößerte Lymphknoten im CT zeigen.

    Die Bestrahlung kann ambulant an einem strahlentherapeutischen Zentrum (Praxis oder Klinik) durchgeführt werden. Die Gesamtstrahlendosis ist relativ gering (ca. 26 Gy) und wird fraktioniert, d.h. in täglichen kleinen Einzelbestrahlungen, über einen Zeitraum von ca. 3 Wochen verabreicht.

Wie ist die Prognose?

Die Prognose hängt in erster Linie von der Ausbreitung zum Zeitpunkt der Diagnose ab. Insgesamt sind die Heilungschancen beim Hodentumor sehr gut und es können durchschnittlich mehr als 90% aller betroffenen Patienten unabhängig vom Ausmaß möglicher Absiedelungen geheilt werden.
Eine schnelle und frühzeitige Diagnose erhöht die Heilungschancen sehr!

Kann ein Mann nach der Behandlung wegen Hodenkrebs noch Kinder zeugen?

Die Entfernung eines Hodens hat weder Auswirkungen auf die Sexualität, die Potenz noch auf die Zeugungsfähigkeit.

Chemotherapie und auch die Bestrahlung können allerdings die Samenreifung vorübergehend oder dauerhaft beeinträchtigen, wobei das Ausmaß der Schädigung von Dauer und Intensität der Behandlung abhängt. In der Regel kann sich die Samenreifung wieder erholen und die Zeugungsfähigkeit bleibt erhalten.
Wir raten trotzdem jungen, betroffenen Männern mit Kinderwusch, vor einer Chemo-oder Strahlentherapie Samenflüssigkeit in einer Samenbank zu deponieren, wo das Sperma tiefgefroren (kryokonserviert) gelagert und später bei konkretem Kinderwunsch wieder aufgetaut und für eine künstliche Befruchtung genutzt werden kann.

Wir arbeiten zu diesem Zweck seit längerer Zeit sehr eng mit einer seriösen, reproduktionsmedizinischen Praxisklinik in München zusammen.

Unklar ist derzeit leider, ob sich die gesetzlichen Krankenkassen an den anfallenden Kosten beteiligen oder ob die Kosten vom Patienten selbst getragen werden müssen.

Sind Missbildungen bei den Kindern Betroffener zu befürchten?

Eine Schädigung des Erbgutes in den Keimzellen (Samenzellen) durch eine Chemotherapie oder Bestrahlung kann zwar nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden, aber bei den Nachkommen von behandelten Männern ist die Mißbildungsrate nicht messbar erhöht. Zur Sicherheit sollten die Patienten allerdings in den ersten zwei Jahren nach der Behandlung auf Nachwuchs verzichten.

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