Welche Untersuchungen sind notwendig?
- Körperliche Untersuchung
Nach der Anamnese macht sich der Arzt ein orientierendes Bild durch eine allgemeine körperliche Untersuchung. Dazu gehören vor allem das Abtasten und Abgrenzen der Blase und der umgebenden Organe. Bei Frauen ist eine Beurteilung der Beckenbodenmuskulatur, bei Männern der Prostata nötig. Eine Urinprobe wird im Labor auf Bakterien, Eiweiß, rote und weiße Blutkörperchen untersucht. Liegen andere Erkrankungen, wie z. B. eine Blasenentzündung vor, müssen diese zuerst behandelt werden. Ein Blasenkrebs darf nicht übersehen werden
- Ultraschalluntersuchung
Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist eine inzwischen zur Routine gehörende schmerzlose und nebenwirkungsfreie Untersuchungstechnik, mit der innere Organe auf einem Monitor sichtbar gemacht werden. Hier können die Lage der Niere und der ableitenden Harnwege, Befunde wie Nieren- oder Blasensteine, Tumore oder angeborene Fehlbildungen festgestellt werden. Auch die Entleerungsfunktion der Blase ist mit Hilfe des Ultraschalls leicht kontrollierbar. Die Abbildung der gefüllten und danach der entleerten Blase gibt Auskunft über das Füllvolumen und über die eventuelle Restharnmenge aber ebenso über die Blasenkontur, einschließlich eventueller Unregelmäßigkeiten (Blasenkrebs!). Auch eine Untersuchung der Prostata ist mit einer Ultraschalluntersuchung durch den Enddarm gut möglich.
- Harnflussmessung (Uroflowmetrie)
Der Patient entleert seine Blase in einen Messtrichter oder auf einem speziellen Toilettensitz. Angeschlossene Messgeräte registrieren die ausgeschiedene Harnmenge pro Sekunde und ermitteln eine Harnflusskurve. An der Form dieser Kurve erkennt der Urologe Blasenentleerungsstörungen oder Abflussbehinderungen durch Harnröhrenverengungen oder Prostatavergrößerungen.
- Blasen- und Schließmuskelfunktionsdiagnostik (Urodynamik)
Durch gleichzeitige Messung des Drucks in der Blase über einen Blasenkatheter und des Harnflusses in Abhängigkeit von der Blasenfüllung können Blasenaktivität und Schließmuskelfunktion gemessen und dokumentiert werden. Diese Untersuchung ist unumgänglich, wenn eine eindeutige Unterscheidung zwischen Stress- und Dranginkontinenz mit den einfachen klinischen Untersuchungen nicht möglich ist oder wenn eine Inkontinenzoperation geplant ist.
- Röntgenuntersuchung
Zur Darstellung der Nieren, der Blase und der ableitenden Harnwege im Röntgenbild ist ein Kontrastmittel erforderlich. Dieses kann je nach Fragestellung über die Venen in die Blutbahn geleitet (Infusionsurogramm), über einen Katheter in die Blase (Zysturethrogramm) Um die Lage der Harnblase besser beurteilen zu können wird auch Kontrastmittel in den Enddarm und die Scheide eingefüllt.
- Blasenspiegelung
Dabei wird ein Untersuchungsinstrument (Zystoskop) über die Harnröhre in die Harnblase eingeführt. Auf diesem Wege kann die Harnröhre, der Harnröhrenschließmuskel, die Prostata und die Harnblase von innen genau untersucht werden. Die Untersuchung wird ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt.
Wir führen alle notwendigen Untersuchungen in unserer Privatsprechstunde durch. In der Regel sind für die komplette Abklärung zwei Besuche bei uns völlig ausreichend. Die Blasendruckmessung führen wir mit einem computergestützten Gerät der neuesten Generation durch.
Zur Terminvereinbarung rufen Sie uns bitte unter 089-85693 2132 an.
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