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Was versteht man unter einer Dranginkontinenz (Urgeinkontinenz)?Darunter versteht man einen unwillkürlicher Urinverlust durch starken, nicht unterdrückbaren Harndrang. Es kann eine Überaktivität des Blasenentleerungsmuskels vorliegen oder die Sensibilität der Blasenwahrnehmung verstärkt sein. Was kann man dagegen tun?
Die Dranginkontinenz wird hauptsächlich sehr erfolgreich medikamentös behandelt, v.a. mit Medikamenten, die die Blase „beruhigen“ (sog. Anticholinergika). Dadurch lassen sich die Intervalle des Harndranges deutlich verlängern. Leichte Formen, v.a. bei Kindern, lassen sich durch ein spezielles Verhaltenstraining günstig beeinflussen. Hierzu zählt v.a. das Biofeedback. Eine operative Therapie kommt nur bei Mischformen der Inkontinenz in Frage. Hier kann die Drangkomponente durch Beseitigung der Belastungs- oder Überlaufinkontinenz positiv beeinflusst werden. Wenn Symptome einer überaktiven Blase nicht mit den vorangegangenen Methoden erfolgreich therapiert wird, kann die Einspritzung von Botulinumtoxin in der Blase sinnvoll sein. Botulinumtoxin ist ein Nervengift, das die Übertragung von Impulsen in der Muskulatur hemmt. Die blase wird an den Stellen, wo die Einspritzung erfolgt, quasi ruhig gestellt und dadurch verringert sich das Dranggefühl. Ob eine Botulinumtoxininjektion in Ihrem Fall sinnvoll ist, kann erst nach einer Voruntersuchung entschieden werden. PDF-Datei: Inkontinenz |
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