|
|
Was sind die Ursachen?Die Ursachen für die Entstehung eines Prostatakrebses sind bei weitem noch nicht geklärt. Man weiß, dass Prostatakrebs prinzipiell vererbbar sein kann (genetische Prädisposition). Brüder und Söhne betroffener Patienten erkranken häufiger und durchschnittlich 10 Jahre früher an einem Prostatakrebs. Man nimmt an, dass bei etwa jedem zehnten Prostatakrebspatienten eine erbliche Veranlagung vorliegt. Weiterhin spielen Hormone (v.a. das männliche Sexualhormon Testosteron), sowie bestimmte Umwelt, Lebens- und Ernährungsgewohnheiten eine nicht unwesentliche Rolle. V.a. eine fleischreiche, vitaminarme Kost sowie Bewegungsmangel können die Krebsentstehung begünstigen, wohingegen eine fleischarme, fettarme und vitaminreiche Ernährung einer Krebsentstehung eher entgegenwirken können. Gibt es Warnsignale des Körpers?Im Frühstadium gibt es beim PC wie bei vielen anderen Krebserkrankungen keine oder nur unspezifische Beschwerden (Symptome) beim Wasserlassen. In fortgeschrittenen Fällen oder beim Vorhandensein von so genannten Tochtergeschwulsten (Metastasen), können sichtbares Blut im Urin oder Knochenschmerzen vorhanden sein. Wann und wie soll eine Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchung gemacht werden?Alle Patienten ab dem 45. Lebensjahr haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung beim Urologen. Es wird allerdings derzeit nur die Tastuntersuchung der Prostata mit dem Finger über den After sowie eine Untersuchung des äußeren Genitales von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Dabei wird vom Untersucher vor allem nach dem Vorhandensein von krebsverdächtigen Verhärtungen auf der Prostata getastet. Diese alleinige Untersuchung ist jedoch zur Früherkennnung eines Prostatakarzinoms nicht ausreichend, denn viele Prostatakarzinome sind nicht oder erst spät tastbar. Vor allem kleine, zentrale Tumore können überhaupt nicht getastet werden. Andererseits ist häufig bei tastbaren Tumoren der Prostatakrebs schon weit fortgeschritten, so dass von Früherkennung keine Rede sein kann und die Heilungschancen deutlich sinken. Die Bestimmung des PSA-Wertes (Prostataspezifisches Antigen) im Blut zur Früherkennung des PC ist deshalb dringend notwendig. Ein erhöhter PSA-Wert ist immer krebsverdächtig und muss weiter abgeklärt werden. Allerdings bedeutet nicht jeder erhöhte PSA-Wert automatisch, dass auch wirklich ein Prostatakrebs vorliegt. Auf dem Gebiet der weiterführenden diagnostische Möglichkeiten wird intensiv geforscht, so daß sich in den letzten Jahren moderne und sehr spezielle Verfahren ergeben haben. PDF-Datei: Prostatakrebs |
|
Urologische Klinik E-Mail: info@ukmp.de Anreise |