Was ist eine Prostatabiopsie?

Die Prostatabiopsie ist eine Gewebeprobeentnahme aus der Prostata zur mikroskopischen Untersuchung, ob Krebszellen nachweisbar sind. Sie dient dem Nachweis eines eventuell vorhandenen Prostatakrebses. Eine Alternative zur Diagnosesicherung bzw. zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms gibt es derzeit nicht.

Wann soll eine Gewebeprobe aus der Prostata entnommen werden (Prostatabiopsie)?

  • Immer, wenn eine Verhärtung an der Prostata festgestellt wird
  • Wenn der PSA-Wert über die Norm erhöht ist und andere Ursachen, die ebenfalls zu einer PSA-Werterhöhung führen können (z.B. Entzündung, Fahrradfahren, Geschlechtsverkehr oder eine medizinische Untersuchung des Enddarmes), weitgehend ausgeschlossen sind.
  • Bei Krebsverdacht in der Bildgebung (Ultraschall, Kernspintomografie)

Wie wird eine Prostatastanzbiopsie durchgeführt?

  • Ambulant in örtlicher Betäubung beim niedergelassenen Urologen in der Praxis oder in einer Urologischen Klinik.
  • Unter Antibiotikaschutz. Zum Schutz vor einer möglichen Prostata- oder Harnwegsentzündung sollten sie für 3 Tage Antibiotikatabletten einnehmen.
  • Die Probeentnahme erfolgt ausschließlich ultraschallgesteuert über eine in den Enddarm eingeführte Sonde.
  • Es sollten mindestens 4, besser 5 Gewebeproben pro Seite entnommen werden.
  • Das endgültige mikroskopische Ergebnis (pathologischer Befundbericht) dauert in der Regel 3 bis 4 Werktage.

Welche Risiken hat eine Prostatabiopsie?

  • Nach der Biopsie kann es zu Blutbeimengungen im Urin oder zu einer leichten Blutung aus dem Enddarm kommen, die in der Regel ganz von alleine aufhören. Bei einer anhaltenden Blutung sollten Sie aber sofort Ihren Urologen aufsuchen oder in eine Urologische Klinik gehen.
  • Trotz antibiotischem Schutz kann es zu einer Harnwegsinfektion oder einer Nebenhodenentzündung kommen. Die häufigsten Zeichen sind Brennen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen oder Hodenschmerzen. Bei Fieber sollten Sie unverzüglich mit Ihrem Urologen Kontakt aufnehmen.
  • Gelegentlich kann es zu einer schmerzhaften Harnverhaltung kommen. In diesem Fall sollten Sie unverzüglich zu Ihrem Urologen bzw. in eine Urologische Klinik gehen.
  • Nach derzeitigem Wissensstand besteht durch die Biopsie kein erhöhtes Risiko einer Tumorzellverschleppung in den Organismus.

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