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Medizinisches Spektrum Urologische Klinik München-Planegg

Welche Untersuchungen sind bei einer Prostata­vergrößerung notwendig?

Neben einer ausführlichen Erfassung der Krankheitsgeschichte, insbesondere der Symptome, gehört stets die digital-rektale Untersuchung des Organs zur Standarddiagnostik.

Laboruntersuchungen umfassen Nierenwerte, Untersuchung des Urins zum Ausschluss eines Harnwegsinfektes sowie den PSA-Wert, der bei der Unterscheidung zwischen einer Prostatavergrößerung, einer Prostataentzündung und dem Vorliegen einer bösartigen Prostataerkrankung hilfreich sein kann (siehe Kapitel Prostatakrebs).

Um den Grad einer eventuellen Harnabflussbehinderung exakt zu bestimmen, bietet sich die Harnstrahlmessung (Uroflowmetrie) an, welche die beim Wasserlassen erreichte Urinmenge pro Sekunde misst.

Die Uro-Sonographie, also die Ultraschalluntersuchung von Nieren, Blase und Prostata, macht nicht nur die tatsächliche Größe der Prostata sichtbar, sondern kann auch Steinbildungen und Tumore im Urogenitaltrakt aufspüren.

Eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) ist bei Blut im Urin zum Ausschluss eines Blasentumors und bei V.a. eine Harnröhrenenge empfehlenswert.

Bei v.a. vorherrschender Drangsymptomatik sollte eine Funktionsmessung der Blase, die sogenannte Urodynamik, durchgeführt werden.

Um den Schweregrad der Symptome einer gutartigen Prostatavergrößerung zu beurteilen, wurde der sogenannte Internationale Prostata-Symptomenscore (IPSS) entwickelt. Es handelt sich um einen Fragebogen, der das Ausmaß der Abflussstörung messbar und vergleichbar macht. Insgesamt sieben Fragen führen in ihrer Summe zu Punktwerten, die die Notwendigkeit therapeutischen Handelns zu erkennen helfen.