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Hodentumor – der Tumor des jungen Mannes

Hodentumore sind die häufigste Tumorerkrankung bei Männern zwischen 20 und 44 Jahren. Insgesamt haben Hodentumore eine sehr gute Prognose und zählen zu den Tumoren mit den höchsten Überlebenswahrscheinlichkeiten.

Bekannte Risikofaktoren für die Entwicklung eines Hodentumors sind zum einen bekannte Hodentumorerkrankungen in der Familie sowie auch Leistenhoden oder eine bereits bestehende Hodentumorerkrankung auf einer Seite.

Man unterscheidet zwischen zwei histologischen Untergruppen: dem Seminom und den nicht-seminomatösen Keimzelltumoren, welche wiederum mehrere histologische Subtypen umfassen.

Typische Symptome sind eine Verhärtung und Größenzunahme des Hodens (bei ca. 90% der Patienten), 25 – 50% der Patienten berichten zudem von Schmerzen auf der betroffenen Seite. Selten (bei ca. 5%) kommt es auch zu einer Größenzunahme oder einem Spannungsgefühl in der Brust.
Sollten entsprechende Symptome vorliegen, ist eine frühzeitige Vorstellung beim Urologen dringend erforderlich.

Erste diagnostische Schritte sind neben der Anamnese und der körperlichen Untersuchung (Abtasten des Hodens sowie der Lymphknoten) eine Ultraschalluntersuchung vom Hoden. Mit einer Sensitivität von über 90% kann hiermit ein Hodentumor identifiziert werden. Es sollte zudem eine Ultraschalluntersuchung der Nieren erfolgen, da bei vorliegender Metastasierung auch eine Harnstauungsniere entstehen kann. Zudem erfolgt eine Blutentnahme zur Bestimmung der Hodentumormarker (LDH, AFP, Beta-HCG), welche bei einem Hodentumor erhöht sein können, jedoch nicht erhöht sein müssen.

Wenn sich nach oben genannten diagnostischen Schritten der Verdacht auf einen Hodentumor erhärtet, wird im nächsten Schritt ein sogenanntes Staging durchgeführt, also eine Untersuchung zum Nachweis von Metastasen. Hierzu wird eine Computertomographie (CT) von Bauch und Lunge durchgeführt.
Der nächste entscheidende Schritt ist die Hodenfreilegung sowie operative Entfernung in der Regel des gesamten Hodens. Der Pathologe analysiert dann das Hodengewebe und berichtet, welcher histologische Subtyp vorliegt und ob ein Einbruch in das Lymph- bzw. Gefäßsystem vorliegt. Abhängig von diesen Faktoren folgt je nach histologischem Ergebnis sowie Staginguntersuchung eventuell eine weiterführende Therapie in Form einer Chemo- oder Strahlentherapie.

Die 5-Jahres-Überlebensraten bei den Hodentumoren sind sehr hoch und liegen beim Seminom bei 97,9% und bei den Nicht-seminomatösen Keimzelltumoren bei 94,9%.