Was ist ein PSA Test?

Da Prostatakrebs bei Männern der häufigste bösartige Tumor und die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache ist, sollten sich Männer spätestens ab dem 50. Lebensjahr regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen unterziehen. Hierfür empfiehlt der erfahrene Urologe, neben der digital-rektalen Untersuchung der Prostata (rektale Tastuntersuchung des Arztes), häufig auch einen PSA Test.

PSA steht für „Prostata-spezifisches-Antigen“, dessen Wert im Blut im Rahmen des PSA Tests gemessen wird. Bei diesem zu ermittelndem Antigen handelt es sich um ein Enzym, welches in der Prostata produziert wird und von dort in die Samenflüssigkeit abgegeben wird. Dadurch wird das Ejakulat verdünnt, was den Spermien eine höhere Beweglichkeit ermöglicht.

Aufgrund der guten Durchblutung der Prostata gelangen ständig sehr geringe Mengen PSA in das Blut des Mannes. Verändert sich die Prostata oder ist gereizt, kann die Menge an PSA im Blut ansteigen und somit zu erhöhten Werten bei dem PSA Test führen. Gemessen wird der PSA-Wert in Nanogramm pro Milliliter Blut (ng/ml).

Warum einen PSA Test machen?

Neben der reinen Vorsorgeuntersuchung bei Männern ordnet der Urologe immer dann einen PSA Test an, wenn:

  • ein konkreter Verdacht eines Prostatatumors besteht
  • Beschwerden, wie bspw. Probleme beim Wasserlassen oder andere Symptome auftreten, die durch Prostatakrebs verursacht werden könnten
  • zur regelmäßigen Verlaufs- und Nachsorgeuntersuchung

PSA Test – Gründe für erhöhte PSA-Werte

Prostatakrebs muss nicht immer der Grund für erhöhte Werte im Rahmen des PSA Tests sein. Erhöhte PSA-Werte lassen sich auch bei einer entzündeten (Prostatitis) oder gutartig vergrößerten Prostata (Prostatahyperplasie) feststellen. Auch Druck auf die Prostata, wie es beim Fahrradfahren oder nach einem Samenerguss der Fall ist, kann den PSA-Wert geringfügig ansteigen lassen. Aus diesem Grund sollten etwaige Tast- oder Ultraschalluntersuchungen auch unbedingt vor der Blutentnahme für den PSA Test stattfinden.

Auch andere Reizungen der Prostata wie Verstopfung, Prostatamassage, akute Harnverhaltung (Ischurie), Harnblasenkatheter, Harnröhren-Blasenspiegelung (Urethrozystoskopie), Darmspiegelung (Koloskopie) oder auch eine Probeentnahme (Prostatabiopsie) können den PSA-Wert steigen lassen.

Ist nach einem PSA Test eine Biopsie erforderlich?

Es liegen verschiedene ärztliche Aussagen darüber vor, ab welchem PSA-Wert eines Mannes eine Biopsie (= Gewebeentnahme) zur exakten Diagnose herangezogen werden soll. Aus diesem Grund hat sich die Deutsche Fachärzte-Organisation auf folgende Parameter für die Veranlassung einer Gewebeentnahme geeinigt:

  •  PSA-Wert liegt über 4 Nanogramm pro Milliliter Blut (ng/ml) und eine zweite Messung bestätigt diesen Wert
  • ODER
  • PSA-Wert steigt im Laufe mehrerer Messungen stetig an

In diesem Fall spricht Ihr Urologe das weitere Vorgehen mit Ihnen ab und zeigt Ihnen auch den Ablauf sowie mögliche Konsequenzen einer solchen Biopsie auf!

Weitere Informationen zur modernen Prostatadiagnostik finden Sie hier.

 

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