Was passiert, wenn mikroskopisch ein Prostatakrebs nachgewiesen wird?

Es gibt sehr bösartige und weniger bösartige Prostatatumoren mit jeweils unterschiedlichem Krankheitsverlauf und unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten. Sie können nur bei der feingeweblichen Untersuchung (histologischer Befund) nach einer Gewebeprobenentnahme aus der Prostata voneinander unterschieden werden. Weiterhin ist die Ausdehnung und Größe des bösartigen Prostatatumors von entscheidender Bedeutung.

In manchen Fällen ist eine Computertomografie (Röntgen-Schichtaufnahme) des Bauchraumes oder eine Skelettszintigrafie (nuklearmedizinische Knochenuntersuchung) erforderlich, um zu überprüfen, ob der Prostatakrebs sehr ausgedehnt ist oder bereits in andere Organe (z.B. Lymphknoten oder Knochen) gestreut hat. Ob diese Untersuchungen allerdings wirklich notwendig sind, entscheidet Ihr behandelnder Urologe immer im Einzelfall.

Der behandelnde Urologe wird in einem ausführlichen Gespräch alle Befunde und die notwendigen Behandlungsformen mit Ihnen beprechen. Es sollten dabei jeweils die Vor- und Nachteile der einzelnen Therapien besprochen werden.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Wenn der Prostatakrebs auf die Prostata beschränkt ist und keine Tochtergeschwulste (Metastasen) nachgewiesen werden können ist meist eine komplette Heilung möglich.

Prinzipiell kommt eine operative, d.h. eine komplette Entfernung der Prostata und Samenblasen (radikale Prostatovesikulektomie), eine Bestrahlung der Prostata oder eine medikamentöse Therapie in Frage. In ausgewählten Fällen entscheidet ein medizinisches Expertengremium aus Krebsspezialisten (Onkologen), Strahlentherapeuten und Urologen über die optimale Behandlungsform.

Ganz wesentlich beeinflussen auch Zweiterkrankungen (z.B. Diabetes, Herzschwäche etc.), das Alter und die Leistungsfähigkeit des Patienten die Entscheidung, welche Behandlungsmöglichkeit in Frage kommt.

Welche Behandlungsform für Sie die beste ist, kann häufig erst aufgrund vieler Detailinformationen entschieden werden.

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