Gibt es weitere alternative Therapieverfahren?

  • Monoklonale Antikörper
    Krebszellen besitzen an ihrer Oberfläche bestimmte Merkmale (Antigene), die nur für sie typisch sind und an die sich gleichzeitig körpereigene Abwehrzellen (Antikörper) nach dem „Schlüssel-Schloss-Prinzip“ ankoppeln können. Gelingt dies, so kann im Idealfall das körpereigene Abwehrsystem aktiviert werden und so die Krebszellen vernichtet werden. Dadurch, dass diese Antikörper nur an die Krebszellenantigene binden, werden gesunde Zellen nicht geschädigt, wie dies z.B. bei einer Chemotherapie der Fall ist. Hinzu kommt, dass im Gegensatz zur Chemo- und Strahlentherapie auch sich nicht in Teilung befindliche Krebszellen („ruhende Krebszellen“) abgetötet werden.

    Die wissenschaftliche Forschung und die forschende Arzneimittelindustrie bemüht sich sehr stark um die Herstellung solcher speziellen Antikörper.

    Auch wir beteiligen uns an einigen internationalen klinischen Prüfungen und betreuen ausgewählte Patienten, die sich freiwillig für diesen individuellen Behandlungsversuch zur Verfügung gestellt haben. Erste Ergebnisse aus diesen Studien sind vielversprechend. Eine offizielle Zulassung für eine breitere Anwendung liegt derzeit allerdings noch nicht vor.
    Falls Sie dazu weitere Informationen wünschen, klicken Sie bitte hier:
    "Studienhaus".
  • Gentherapie
    Störungen und Veränderung an den Chromosomen und Genen (Erbmaterial) spielen auch bei der Entstehung eines Prostatakrebses eine entscheidende Rolle. Es liegt also nahe, dass man in der Zukunft auch eine Beeinflussung des Krankheitsverlaufes durch Manipulation an den Genen zu erreichen versuchen wird. Ziel der medizinischen Forschung ist es, defekte Gene durch intakte zu ersetzen und/oder Gene in das Krebsgewebe einzuschleusen, die das Krebswachstum verhindern sollen. Eine beim Menschen klinisch erprobte Gentherapie, die in der Praxis anwendbar wäre, gibt es derzeit noch nicht.

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