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Medizinisches Spektrum Urologische Klinik München-Planegg

Wie wird ein Blasenkrebs festgestellt?

Bei begründetem Verdacht ist die Blasenspiegelung (Zystoskopie) nach wie vor die aussagekräftigste Methode zum Nachweis eines Blasentumors. Die Aussagekraft kann durch zusätzliche Anwendung der Fluoreszenztechnik (Photodynamische Diagnostik) noch verbessert werden.
Eine Sonographie der Harnorgane gehört ebenfalls zu den Standarduntersuchungen. Zum Ausschluss eines Befalls der oberen Harnorgane (Nieren, Harnleiter) und bei lokal sehr ausgedehnten Befunden ist zusätzlich eine Computer- (CT) bzw. Magnetresonanztomografie (MRT) erforderlich.

Wenn bei Ihnen im Urin nur unter dem Mikroskop vereinzelt rote Blutkörperchen festgestellt werden, kann man mit speziellen chemischen Untersuchungen versuchen, Krebszellen im Urin nachzuweisen. Diese Tests (z.B. NMP-22 oder BTA) sind allerdings nicht spezifisch genug, um auf eine Blasenspiegelung zu verzichten.
Ein weiterer Test zur Feststellung des Blasenkarzinoms im Urin ist eine molekularbiologische Methode, die Zellen mit chromosomalen Veränderungen nachzuweisen (UroVysion). Allerdings ersetzt auch dieser Test nicht die Blasenspiegelung.

Was versteht man unter „Photodynamischer Diagnostik“ (PDD) und welche Vorteile bringt diese Methode mit sich?

Nach der endoskopischen Entfernung eines oder mehrerer Blasentumore kommt es häufig zu einem erneuten Tumorwachstum in der Harnblase (Rezidivtumor). Leicht können bei der endoskopischen Erstoperation kleinere Tumore übersehen werden. Die Tumore und ihre Vorstufen (z.B. Carcinoma in situ) unterscheiden sich häufig aber auch nicht von der normalen oder entzündlich veränderten Harnblasenschleimhaut.

Unter der Leitung von Prof. M. Kriegmair wurde ein Verfahren zur besseren endoskopischen Erkennung, insbesondere von aggressiven Tumorfrühstadien (Carcinoma in situ) entwickelt, die sogenannte „Photodynamische Diagnostik“ (PDD). Hierbei stellen sich nach Injektion eines speziellen Farbstoffs in die Harnblase die Blasentumore hellrot-fluoreszierend im blauen Anregungslicht dar. Seit Einführung dieser Methode können Harnblasentumore frühzeitiger erkannt und somit auch schneller behandelt werden. In einer ersten Studie konnte bestätigt werden, dass die Zahl der Patienten mit wiederholtem Tumorauftreten dadurch rückläufig ist.

Wir wenden die PDD routinemäßig in unserer Klinik an.

Beispiel 1:

Nachweis einer aggressiven Blasenkrebsvorstufe (Carcinoma in situ)

PDD bei Blasenkrebs

Unter Weißlicht

PDD bei Blasenkrebs

Unter Fluoreszenzlicht (PDD)

Beispiel 2:

Nachweis eines oberflächlich wachsenden Blasentumors

PDD bei Blasenkrebs

Unter Weißlicht

PDD bei Blasenkrebs

Unter Fluoreszenzlicht (PDD)