SCHNELLAUSWAHL

Kontakt

Team

Klinik

Medizin

Aktuelles/Karriere

Zentren

  
Medizinisches Spektrum Urologische Klinik München-Planegg

Diagnostik

Wie sieht die Diagnostik beim Lymphödem aus

Vor der Therapie sollte eine eindeutige Diagnose der Grunderkrankung bzw. Identifikation der Ursache für das Lymphödem stehen. Neben der genauen Erhebung der Vorgeschichte und der klinischen Untersuchung können diverse apparative Untersuchungen sinnvoll sein. Dazu gehören z.B. Laboruntersuchungen, mikrobielle Untersuchungen, mikroskopische Untersuchung von Gewebeproben sowie bildgebende Verfahren (Ultraschall, Kernspintomographie, Computertomographie, Szintigraphie). Zur Verlaufsdokumentation und Therapieerfolgskontrolle führen wir regelmäßig klinische Messungen durch.

Wenn die Grunderkrankung direkt oder indirekt als Ausschlussdiagnose ermittelt wurde, kann man sich mit der Behandlung des Lymphödems befassen. Hierzu gehört der Ausschluss einer Lymphtransportstörung bzw. Lymphverteilungsstörung in klinisch nicht betroffenen Extremitäten. Dies erfolgt unter anderem mit der Fragestellung nach einer geeigneten Entnahmestelle körpereigener Lymphbahnen oder Lymphknoten für eine autologe Lymphbahntransplantation bzw. eine (vaskularisierten) Lymphknotentransplantation.

In Anfangsstadien des Lymphödems kann der Wassergehalt stark schwankend sein, die Haut ist leicht eindrückbar und es verbleiben auf Fingerdruck kurzzeitig typische Dellen zurück. In höheren Stadien des chronischen Lymphödems nimmt die Gewebehärte (sog. Gewebekonsistenz) typischerweise zu und die Haut wird schwerer bis zuletzt derb und nicht mehr eindrückbar. Dieser fließende Wechsel der Gewebebeschaffenheit entsteht durch die sukzessive Bildung von Bindegewebe in dem anfänglich von wässrigem Ödem gefüllten Raum. Man spricht von sog. Sekundärveränderungen. In späteren Stadien des Lymphödems sind somit kurzfristige Volumenschwankungen geringer und auch der therapeutische Erfolg geringer.

Wie wird das Lipödem diagnostiziert?

Die Diagnose Lipödem wird klinisch gestellt bzw. durch klinischen oder apparativ erhobenen Ausschluss von Differentialdiagnosen. Kriterien für das Vorliegen eines Lipödems sind beidseitig vorliegende Hautfettgewebevermehrungen an den Extremitäten mit Aussparung von Händen und Füßen, negatives Stemmer-Zeichen, Schweregefühl bis hin zu Spannungsschmerz, Hämatomneigung, Umfangskonstanz bei Körpergewichtsabnahme. Die Symptome nehmen in der Regel im Tagesverlauf zu.