Zentren Urologische Klinik München-Planegg

Varikozele

Eine Varikozele (= Krampfader) am Hoden tritt bei 10 - 15 % aller jungen Männer auf. Sie befindet sich fast immer auf der linken Seite und kann einen krankhaften Befund im Zusammenhang mit einer Fruchtbarkeitsstörung (unerfülltem Kinderwunsch) darstellen.

Behandlung einer Varikozele

Das Prinzip aller Therapieverfahren ist die Verhinderung des Rückflusses des Blutes in die falsche Richtung (Reflux) in den Hodenvenen durch Verschluss oder Unterbindung dieser Venen. Somit resultieren aus jeder effektiven Varikozelentherapie zunächst mit Blut gefüllte Venen, deren Inhalt über Monate vom Körper abgebaut werden muss, so dass dann die krankhaft refluxiven Venen beseitigt sind.

Eine minimal-invasive Behandlungsmethode ist die antegrade Sklerosierung, bei der die Hodenvenen durch Einspritzen von „Sklerosierungsmittel“ verschlossen werden. Dieses Verfahren ist nur mit Hilfe von Röntgenaufnahmen durchführbar.

Außerdem wird an unserer Klinik die sogenannte "Hohe Ligatur nach Bernardi" durchgeführt, wo die Venen über einen kleinen Schnitt im Unterbauch unterbunden und ligiert werden. Die Narbe wir mit selbstauflösendem Material verschlossen.

Die mikrochirurgische Varikozelenoperation ist ein sehr schonendes und effektives Verfahren. Dabei werden die Venen unter dem Operationsmikroskop unterbunden und gleichzeitig alle anderen Strukturen des Samenstranges sicher geschont, so dass die Effizienz sehr hoch ist bei gleichzeitig sehr niedriger Komplikationsrate. Diese Technik ist vor allem bei einem Rezidiv (Wiederauftreten oder Bleiben der Hodenkrampfader) oft die einzig mögliche Behandlungsform.

Wir führen die mikrochirurgische Varikozelenoperation als stationären Eingriff in kurzer Vollnarkose durch.

Weitere Informationen finden Sie unter:
andrologie-zentrum.de/?page_id=123