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Medizinisches Spektrum Urologische Klinik München-Planegg

Akute Prostataentzündung (akute Prostatitis)

Die akute bakterielle Prostatitis entsteht in der Regel durch das Zurückfließen von infiziertem Urin in die Prostatagänge. Klinisch stellt sich die Erkrankung meist mit allgemeinem Krankheitsgefühl, Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen beim Wasserlassen, häufigem Wasserlassen von geringen Urinmengen und Schmerzen im Bereich des Dammes und Afters, vor allem auch beim Stuhlgang, dar. Gelegentlich kommt es dann auch zu einer akuten Harnsperre.

Während sich die verantwortlichen Urinkeime und Entzündungszellen im Urin nachweisen lassen, findet man in der Blutuntersuchung nicht nur eine Erhöhung der Entzündungszellen, sondern auch des PSA-Wertes. In der Untersuchung der Prostata über den After zeigt sich das Organ entzündlich geschwollen, sehr druckschmerzhaft und in seltenen Fällen lässt sich ein akuter Abszess ertasten.

Therapeutisch ist eine ausreichend lange antibiotische Behandlung durchzuführen, um das Entstehen einer chronischen Prostataentzündung zu verhindern.

Je nach Krankheitsausprägung, z.B. bei einem Abszess oder sehr ausgeprägter Erkrankung mit hohem Fieber, kann auch eine stationäre Aufnahme mit intravenöser Antibiotika-Gabe nötig sein. Im Falle einer ungenügenden Blasenentleerung und Restharnbildung ist darüber hinaus die Anlage eines suprapubischen Katheters (Bauchdeckenkatheters) nötig, um eine Keimeliminierung aus dem Urin und somit aus der Prostata zu erreichen.

Eine fachärztliche Kontrolle beim Urologen, um entsprechende Ursachen wie beispielsweise eine unvollständige Blasenentleerung bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata zu erkennen, ist nach einer durchgemachten Prostatitis dringend angeraten.