Stockholm3-Test
Ergänzende Diagnostik zur Früherkennung von Prostatakrebs
Stockholm3-Test zur Prostatakrebs-Früherkennung
Individuelle Risikoanalyse auf Basis moderner Biomarker-Diagnostik
Mit dem Stockholm3-Test bietet die Urologie Planegg ein ergänzendes Verfahren zur Prostatakrebsvorsorge an. Der Test kann dazu beitragen, das individuelle Risiko für ein klinisch relevantes Prostatakarzinom genauer einzuschätzen und weitere diagnostische Schritte gezielter zu planen.
Was ist der Stockholm3-Test?
- Proteinmarker im Blut
- genetische Marker
- klinische Patientendaten (z. B. Alter und familiäre Risikofaktoren)
Warum kann der Stockholm3-Test sinnvoll sein?
-
das Risiko eines klinisch relevanten Tumors genauer einzuschätzen,
-
unnötige Biopsien zu vermeiden und
-
Patienten mit einem erhöhten Risiko frühzeitig zu identifizieren.

Die Aussagekraft des Tests wurde in mehreren großen klinischen Studien untersucht, unter anderem:
Nordström et al., Prostate Cancer Screening using a combination of Risk Prediction, MRI and Targeted Prostate Biopsy. The Lancet Oncology, 2021.
Wissenschaftliche Grundlage
Seit mehreren Jahren wird das Verfahren insbesondere in Schweden und Norwegen im Rahmen der Prostatakrebsvorsorge eingesetzt. Die wissenschaftlichen Daten zeigen, dass die Kombination aus Biomarkern, genetischen Informationen und klinischen Parametern eine differenziertere Risikoeinschätzung ermöglicht als einzelne Marker allein.
Für wen kann der Stockholm3-Test sinnvoll sein?
Der Stockholm3-Test kann insbesondere in folgenden Situationen eingesetzt werden:
- im Rahmen der Prostatakrebsvorsorge
- bei leicht erhöhtem oder grenzwertigem PSA-Wert
- zur weiteren Abklärung eines unklaren PSA-Befundes
- bei familiär erhöhtem Risiko für Prostatakrebs
- zur Entscheidung, ob weitere Diagnostik (z. B. MRT oder Biopsie) sinnvoll ist
Die Entscheidung über die Durchführung des Tests erfolgt stets im individuellen ärztlichen Beratungsgespräch.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Stockholm3-Test basiert auf einer einfachen Blutentnahme. Die Probe wird anschließend in einem spezialisierten Labor analysiert und mithilfe eines Algorithmus ausgewertet.
In der Regel ist keine besondere Vorbereitung notwendig. Die Blutentnahme kann im Rahmen eines normalen Arzttermins erfolgen.
Das Ergebnis liegt in der Regel innerhalb weniger Tage vor und wird anschließend mit Ihnen im Rahmen eines ärztlichen Gesprächs besprochen.
Die Kosten für den Stockholm3-Test betragen 395 €. Die Abrechnung erfolgt direkt durch das durchführende Labor (A3P Biomedical Laboratory) an den Patienten.
Der Stockholm3-Test berechnet ein individuelles Risiko für das Vorliegen eines klinisch relevanten Prostatakarzinoms. Das Ergebnis kann dabei helfen zu entscheiden, ob weitere Untersuchungen – beispielsweise eine MRT-Untersuchung oder eine Prostatabiopsie – sinnvoll sind.
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