Zu Gast in der Urologischen Klinik München-Planegg: Ein Interview mit „Krankenbruder“
„Krankenbruder“ erreicht auf Social Media viele junge Menschen in Gesundheitsberufen. Mehr als 90.000 Menschen folgen ihm auf Instagram, wo er authentische Einblicke in Pflege, Medizin und Klinikalltag gibt. Wir haben ihn in die Urologische Klinik München - Planegg eingeladen, um ihm unsere Arbeitsweise und die Vielfalt unseres Fachgebiets zu zeigen. Umso mehr freut es uns, dass er sich selbst für die Urologie entschieden hat. Im Gespräch berichtet er von seinem Weg in die Medizin und seinen Eindrücken aus Planegg.
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Viele kennen dich aus den sozialen Medien. Wie hat das eigentlich angefangen?
Ehrlich gesagt ziemlich zufällig. Während meines Medizinstudiums habe ich parallel noch in der Pflege gearbeitet und an einem sehr frühen Frühdienst einfach ein kurzes Video aufgenommen. Das wurde plötzlich sehr oft angesehen und hat mir in kurzer Zeit viele neue Follower gebracht. Danach habe ich weitere Einblicke aus dem Klinikalltag geteilt, zuerst auf TikTok und später auch auf Instagram. Dass daraus einmal so eine große Reichweite entsteht, war nie geplant. Ich hatte einfach Spaß daran, den Alltag in Pflege und Medizin authentisch zu zeigen.War der medizinische Weg für dich von Anfang an klar?
Nein, überhaupt nicht. Nach dem Abitur wusste ich zunächst gar nicht so richtig, wohin es gehen soll. Erst über Praktika, zuerst in einer Sozialstation und später im Krankenhaus, habe ich gemerkt, wie viel mir die Arbeit mit Patienten bedeutet. Sehr kurzfristig konnte ich dann eine Ausbildung in der Pflege beginnen. Rückblickend war das ein entscheidender Moment, weil dort mein eigentlicher Weg im Gesundheitswesen gestartet ist.
Was hat dich dazu bewegt, nach der Pflegeausbildung noch Medizin zu studieren?
In der Ausbildung habe ich schnell gemerkt, dass mich vor allem die medizinischen Hintergründe interessieren – Anatomie, Krankheitslehre und die Zusammenhänge dahinter. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, mich fachlich noch weiterentwickeln zu wollen. Ein prägender Moment war, als ich ärztliche Kollegen auf Station erlebt habe und mir klar wurde: Diesen Weg möchte ich auch gehen. Über Wartesemester habe ich schließlich einen Studienplatz bekommen und mit dem Studium begonnen. Das war ein großer Schritt, aber rückblickend genau der richtige.
Du stehst noch am Anfang deiner Weiterbildung. Wie bist du zur Urologie gekommen?
Der erste Kontakt war tatsächlich eher zufällig über eine Tätigkeit in der Pflege während des Studiums. Dort habe ich gemerkt, wie vielseitig dieses Fach ist und wie nah operative Medizin, konservative Therapie und langfristige Patientenbegleitung zusammenliegen. Danach folgten Doktorarbeit, Famulaturen und schließlich ein Tertial im Praktischen Jahr in der Urologie. Schon nach kurzer Zeit hatte ich das Gefühl: Das kann ich mir wirklich langfristig vorstellen. Diese Mischung aus Medizin, Technik und Menschlichkeit hat mich überzeugt.
Wir wollten dir unsere Klinik und die besondere Arbeitsweise hier zeigen. Was ist dir heute besonders aufgefallen?
Was mir sofort aufgefallen ist, ist das sehr menschliche Miteinander zwischen allen Berufsgruppen. Egal ob Pflege, Ärzteteam oder andere Mitarbeitende – die Atmosphäre ist freundlich, offen und respektvoll. Gleichzeitig wirken die Abläufe sehr strukturiert und gut organisiert. Trotz enger Taktung bleibt der Blick immer auf den Patienten gerichtet. Diese Kombination aus Professionalität und Teamgeist empfinde ich als etwas Besonderes.
Viele junge Menschen folgen dir online. Was möchtest du ihnen mit auf den Weg geben?
Der Weg in Pflege oder Medizin ist definitiv anstrengend, das darf man nicht beschönigen. Gleichzeitig entwickelt man sich jeden Tag weiter – fachlich, aber auch persönlich. Genau das macht diesen Beruf so besonders. Man lernt ständig dazu, bekommt neue Möglichkeiten und kann sehr viel bewegen. Wenn man durchhält, eröffnet die Medizin unglaublich viele Perspektiven. Deshalb lohnt sich dieser Weg trotz aller Herausforderungen.
Wir danken „Krankenbruder“ herzlich für seinen Besuch in der Urologischen Klinik München - Planegg und freuen uns besonders, dass er sich für den Weg in die Urologie entschieden hat.


