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SCHNELLAUSWAHL

Künstlicher Schließmuskel beim Mann

Zuverlässige Therapie bei schwerer Belastungsharninkontinenz des Mannes

Die Belastungsharninkontinenz beim Mann kann in seltenen Fällen nach operativen Eingriffen an der Prostata auftreten – insbesondere nach radikaler Prostatektomie. Während die meisten Patienten nach einem solchen Eingriff ihre Kontinenz vollständig oder weitgehend wiedererlangen, kann es in einer kleinen Patientengruppe zu einer dauerhaft schweren Inkontinenz kommen.

Wenn konservative Maßnahmen oder andere operative Therapien wie suburethrale Bänder nicht ausreichen, stellt die Implantation eines künstlichen Schließmuskels (Artificial Urinary Sphincter, AUS) die effektivste Behandlungsmöglichkeit dar.

In unserer urologischen Fachklinik wird dieser Eingriff mit hoher Spezialisierung und langjähriger Erfahrung durchgeführt – unter Einsatz etablierter Systeme wie dem AMS 800®, dem weltweit am häufigsten verwendeten künstlichen Sphinkter.

Wann ist ein künstlicher Schließmuskel sinnvoll?

Die Implantation eines künstlichen Schließmuskels kommt insbesondere infrage bei:

  • schwerer Belastungsharninkontinenz (z. B. dauerhaftem Tragen mehrerer Vorlagen pro Tag)
  • Versagen anderer Verfahren (Beckenbodentraining, suburethrale Bänder)
  • Schließmuskelschwäche nach Bestrahlung oder mehrfachen Voroperationen

Funktionsweise des künstlichen Schließmuskels

Das System besteht aus drei Komponenten:
  • einer Manschette um die Harnröhre
  • einer Bedienpumpe im Hodensack
  • einem Druckregulierungsballon im Bauchraum
Im Alltag bleibt die Harnröhre durch die Manschette verschlossen. Zum Wasserlassen betätigt der Patient die Pumpe – die Manschette öffnet sich kurzzeitig und schließt sich danach automatisch wieder. Dieses bewährte System bietet vielen Männern eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität und Kontinenz.

Ablauf der Operation

Die Implantation erfolgt stationär unter Vollnarkose und dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel 3 Tage. Die Aktivierung des Systems erfolgt etwa 6 Wochen nach dem Eingriff, sobald die Wundheilung abgeschlossen ist.

Zuvor erfolgt eine umfassende Diagnostik mit körperlicher Untersuchung, Zystoskopie und ggf. urodynamischer Messung, um die individuelle Eignung für das Verfahren festzustellen.

Nachsorge und Langzeiterfahrung

Die Nachsorge erfolgt in enger Abstimmung mit Ihrer weiterbehandelnden urologischen Praxis. Das System hat sich über Jahrzehnte bewährt und zeichnet sich durch hohe Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Patientenzufriedenheit aus. In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen wie Infektionen oder technischen Defekten kommen – diese sind in der Regel chirurgisch gut beherrschbar.

Ihre Vorteile bei der Implantation eines künstlichen Schließmuskels in unserer Klinik:

  • Zuverlässige Therapie bei schwerer Belastungsharninkontinenz
  • Implantation bewährter Systeme wie AMS 800®
  • Langjährige chirurgische Erfahrung und hohe Spezialisierung
  • Individuelle Beratung und strukturierte Nachsorge
  • Enge Zusammenarbeit mit Ihrer urologischen Facharztpraxis
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann ist ein künstlicher Schließmuskel sinnvoll?

Ein künstlicher Schließmuskel kommt dann infrage, wenn eine schwere Belastungsharninkontinenz vorliegt – z. B. nach radikaler Prostatektomie – und andere Behandlungsoptionen wie Beckenbodentraining oder suburethrale Bänder nicht ausreichend geholfen haben. Besonders geeignet ist das Verfahren bei Schließmuskelschwäche oder vorbestehender Bestrahlung.

Wie funktioniert das System im Alltag?

Das System besteht aus einer Manschette um die Harnröhre, einer Bedienpumpe im Hodensack und einem Druckballon im Bauchraum. Im Alltag bleibt die Harnröhre durch die Manschette verschlossen. Zum Wasserlassen betätigt der Patient die Pumpe – die Manschette öffnet sich kurzzeitig und schließt sich danach automatisch wieder.

Ist das System dauerhaft im Körper?

Ja, der künstliche Schließmuskel wird vollständig im Körper implantiert und bleibt dauerhaft dort. Die meisten Patienten berichten über eine langanhaltende Verbesserung der Kontinenz. Eine spätere Anpassung oder ein Austausch ist in seltenen Fällen möglich, z. B. bei mechanischen Defekten oder Materialermüdung.

Wie läuft die Operation ab?

Die Implantation erfolgt unter Vollnarkose und dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Der stationäre Aufenthalt beträgt meist 3 Tage. Nach ca. 6 Wochen – wenn die Wundheilung abgeschlossen ist – wird das System aktiviert. Erst dann ist eine volle Nutzung möglich.

Gibt es Risiken?

Wie bei jedem operativen Eingriff können Komplikationen auftreten – z. B. Infektionen, Blutergüsse oder technische Probleme. Solche Komplikationen sind jedoch selten und können in der Regel chirurgisch behandelt werden. Die Erfolgsrate und Patientenzufriedenheit mit dem AMS 800® sind sehr hoch.

Kontakt

Sprechstundentermine

Frau Laura Mir Heidari

Laura
Mir Heidari

Assistentin der Chefärzte
Tel.: +49 (0) 89 85693 - 2555
Email:

OP-Termine
Patientenmanagement

Tel.: +49 (0)89 85693 - 2512
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