Eine Operation wird empfohlen, wenn die Varikozele Beschwerden verursacht – etwa ziehende Schmerzen, sichtbare Schwellung, Größenrückgang des Hodens oder eine Einschränkung der Fruchtbarkeit. Auch bei auffälligem Spermiogramm im Rahmen der Kinderwunschdiagnostik kann eine mikrochirurgische Behandlung sinnvoll sein.
Die mikrochirurgische Varikozelenligatur bietet durch die Verwendung eines OP-Mikroskops maximale Präzision. Erweitere Venen können gezielt unterbunden werden, während Arterie, Samenleiter und Lymphgefäße geschont bleiben. Das reduziert das Risiko für Komplikationen wie Hodenatrophie oder Wasserbruch und senkt die Rückfallrate deutlich.
Die Operation erfolgt meist ambulant unter Vollnarkose oder regionaler Betäubung. Über einen kleinen Schnitt in der Leiste werden die betroffenen Venen mikrochirurgisch durchtrennt. Der Eingriff dauert etwa 60 bis 90 Minuten, und nach einer kurzen Überwachungszeit können die Patient:innen noch am selben Tag nach Hause gehen.
In den ersten Tagen nach der Operation sollte körperliche Schonung eingehalten und stützende Unterwäsche getragen werden. Sportliche Aktivitäten, schweres Heben und körperlich anstrengende Tätigkeiten sollten für etwa 2 Wochen vermieden werden.


