Die Mini-PCNL wird eingesetzt bei größeren Nierensteinen (meist >10 mm), verästelten Konkrementen (z. B. Staghorn-Steinen), gescheiterten Vorbehandlungen (ESWL oder URS) oder bei anatomischen Besonderheiten wie Kelchhalsengen. Sie bietet eine effektive Lösung, wenn andere Verfahren nicht ausreichen.
In vielen Fällen ist nach der Mini-PCNL keine Einlage eines Doppel-J-Stents erforderlich. Sollte eine Stenteinlage dennoch notwendig sein, wird dies individuell je nach Verlauf und Steinlage entschieden.
Die Mini-PCNL wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel 3 bis 4 Tage. Eine Nephrostomie (Ableitung aus der Niere) und ein Blasenkatheter werden meist nur für wenige Tage benötigt und können frühzeitig entfernt werden.


