In den meisten Fällen wird der betroffene Hoden vollständig entfernt. Bei kleinen, unklaren Befunden oder bei Vorliegen nur eines funktionsfähigen Hodens kann unter bestimmten Voraussetzungen eine organerhaltende Operation mit intraoperativer Schnellschnittdiagnostik erwogen werden.
Die Entfernung eines Hodens bedeutet nicht zwangsläufig Unfruchtbarkeit. Dennoch kann die Fruchtbarkeit durch Hodentumoren oder nachfolgende Therapien beeinträchtigt werden. Deshalb wird vor der Operation eine Kryokonservierung von Spermien empfohlen – wir beraten Sie dazu gern individuell.
Nach der Operation erfolgt eine feingewebliche Untersuchung des entfernten Hodens. Das Ergebnis liegt meist nach wenigen Tagen vor und wird im interdisziplinären Tumorboard besprochen. Dort wird die weitere Therapie individuell festgelegt – z. B. aktive Überwachung, Chemotherapie, Bestrahlung oder ergänzende Operationen.


