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SCHNELLAUSWAHL

Therapie bei Blasenkrebs

Individuell abgestimmt. Präzise geplant. Gemeinsam entschieden.

Blasenkrebs Immuntherapie

Harnblasenkarzinom

Behandlungsmethoden im Überblick

Die Behandlung von Blasenkrebs richtet sich nach verschiedenen Faktoren – insbesondere nach der Eindringtiefe des Tumors in die Blasenwand, dem Tumorstadium, dem allgemeinen Gesundheitszustand und den persönlichen Lebenszielen der Patientinnen und Patienten.

In der Urologischen Klinik München-Planegg legen wir großen Wert auf eine individuelle, ganzheitliche Therapieplanung. Jede Entscheidung erfolgt gemeinsam – auf Basis modernster Diagnostik, langjähriger Erfahrung und interdisziplinärer Expertise.

Unser Ziel: eine Behandlung, die medizinisch optimal, schonend und auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten ist.

Methode Geeignet für Vorteile Besonderheiten
TUR-B (transurethrale Resektion der Blase) Nicht-muskelinvasive Tumoren (oberflächlich) Minimal-invasiv, Organerhalt möglich, kurze Erholungszeit Tumor wird durch die Harnröhre entfernt; häufig erste und gleichzeitig diagnostische Maßnahme
Radikale Zystektomie (operative Entfernung der Harnblase) Muskelinvasive oder wiederkehrende Tumoren Vollständige Tumorentfernung Wiederherstellung der Harnableitung mit Ersatzblase; begleitend findet vor der Operation eine Immunchemotherapie statt
Strahlen- und Systemtherapie Verschiedene Tumorstadien, v. a. bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Verlauf Nicht-invasiv, Kombinationstherapien möglich Individuell abgestimmt, häufig in Kombination mit Operation oder Chemotherapie
Intravesikale Therapie (z. B. Mitomycin, BCG) Oberflächliche Tumoren nach TUR-B Rückfallvermeidung, lokal begrenzt Medikamente werden direkt in die Blase eingebracht, um Restzellen zu zerstören

TUR-B
Transurethrale Resektion der Blase

Die TUR-B ist die wichtigste Erstbehandlung bei Blasenkrebs. Dabei wird der Tumor über die Harnröhre mithilfe einer feinen Schlinge entfernt – ganz ohne äußeren Schnitt. Das Verfahren dient sowohl der Therapie als auch der Diagnose, da das entnommene Gewebe mikroskopisch untersucht wird, um Ausdehnung und Aggressivität des Tumors genau zu bestimmen. Häufig schließt sich eine intravesikale Therapie an, um Rückfälle zu vermeiden.
Prof. Kreigmair im OP

Intravesikale Therapie
(Spülungen der Harnblase)

Nach einer TUR-B kann eine intravesikale Therapie notwendig sein, um das Risiko für Rückfälle zu senken. Dabei werden Medikamente – meist Chemotherapeutika oder immunstimulierende Substanzen wie BCG – über einen dünnen Katheter direkt in die Harnblase eingebracht. Die Behandlung erfolgt üblicherweise ambulant in der urologischen Praxis, dauert nur wenige Minuten und ist für die meisten Patientinnen und Patienten gut verträglich. Das Medikament verbleibt für eine bestimmte Zeit in der Blase, um möglichst effektiv auf eventuell verbliebene Tumorzellen einzuwirken und wird dann über das normale Wasserlassen ausgeschieden.
Intravesikale Therapie Grafik
Die Entscheidung für eine intravesikale Therapie hängt von der Tumorart, dem Rückfallrisiko und der individuellen Situation ab und wird gemeinsam mit der behandelnden Urologin bzw. dem Urologen getroffen.

Radikale Zystektomie
operative Entfernung der Harnblase

Wenn der Tumor in die Muskulatur der Blasenwand eingewachsen ist oder nach einer TUR-B erneut auftritt, kann eine radikale Zystektomie erforderlich sein. Dabei wird die Harnblase vollständig entfernt, in der Regel gemeinsam mit umliegenden Lymphknoten. Im gleichen Eingriff erfolgt die Wiederherstellung der Harnableitung, z. B. über eine Neoblase, ein Ileum-Conduit oder ein kontinentes Reservoir. Dank modernster chirurgischer Verfahren kann die Operation heute gewebeschonend, sicher und funktionell orientiert durchgeführt werden.
Operateur am DaVinci
Heutzutage erfolgt vor und ggf. nach der Zystektomie eine Immun/Chemotherapie. Diese verbessert das Gesamtüberlegeben signifikant und ist fester Bestandteil der modernen Therapie des Harnblasenkrebs.

Trimodale Therapie
blasenerhaltende Behandlungsmöglichkeit

Für ausgewählte Patientinnen und Patienten kann eine sogenannte trimodale Therapie eine blasen¬erhaltende Alternative zur operativen Entfernung der Blase darstellen. Sie kombiniert eine sorgfältige TUR-B mit einer anschließenden Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie. Ziel ist es, den Tumor nachhaltig zu kontrollieren und gleichzeitig die natürliche Blase zu erhalten. Diese Therapieform wird individuell geprüft und eignet sich vor allem dann, wenn der Tumor vollständig reseziert werden konnte und bestimmte medizinische Voraussetzungen erfüllt sind. Die Behandlung erfolgt interdisziplinär und wird engmaschig begleitet.

Systemtherapie
Immun- und Antikörpertherapie bei metastasiertem Blasenkrebs

Im Falle eines metastasierten Blasenkrebs, kommt die Systemtherapien zum Einsatz. Ziel ist es, Tumorzellen zu zerstören, das Tumorwachstum zu verlangsamen und Symptome zu lindern. Diese Behandlungen entsprechen in der Regel einer Infusion von Medikamenten, diese wirken im gesamten Körper. Sie wird eingesetzt, wenn sich Tumorzellen bereits über die Blase hinaus verbreitet haben oder ein hohes Rückfallrisiko besteht.

Moderne Medikamente – etwa Immuncheckpoint-Inhibitoren – eröffnen heute neue Therapieoptionen mit deutlich verbesserten Ergebnissen.
Chemotherapie in der Urologischen Klinik München Planegg
Alle Behandlungsformen werden individuell auf die Tumorbiologie und den Allgemeinzustand der Patientinnen und Patienten abgestimmt und im Tumorboard besprochen.

Zweitmeinung und individuelle Beratung

Eine Krebsdiagnose ist mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden. Eine Zweitmeinung kann helfen, die eigene Situation besser einzuordnen und eine fundierte Therapieentscheidung zu treffen.

In der Urologischen Klinik München-Planegg nehmen wir uns Zeit, Ihre bisherigen Befunde zu prüfen, mögliche Behandlungswege zu erläutern und gemeinsam mit Ihnen die individuell passende Strategie zu entwickeln. Unser Ziel ist es, medizinische Klarheit zu schaffen – in einem vertrauensvollen, persönlichen Gespräch.

Gemeinsam für Ihre Gesundheit

Ganz gleich, ob eine TUR-B, eine Zystektomie, eine Strahlen- oder Systemtherapie vorgesehen ist – wir begleiten Sie mit medizinischer Kompetenz, moderner Technik und persönlicher Betreuung durch alle Phasen Ihrer Behandlung. Unsere Erfahrung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und unser klares Ziel bilden die Basis jeder Therapieentscheidung.

Uroonkologisches Zentrum München-Planegg

Die Behandlung von Blasenkrebs ist komplex und erfordert die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Im Uroonkologischen Zentrum München-Planegg (UOZ) arbeiten Urologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen eng zusammen.

In regelmäßigen interdisziplinären Tumorboards werden alle Befunde individuell besprochen und die optimale Therapieempfehlung nach aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien abgestimmt. So stellen wir sicher, dass jede Entscheidung medizinisch fundiert, individuell sinnvoll und transparent getroffen wird.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann ist eine Operation notwendig?

Die Wahl der Therapie hängt vom Tumorstadium, der Aggressivität, dem Allgemeinzustand und den individuellen Wünschen ab. In der Urologischen Klinik München-Planegg wird jede Behandlung im interdisziplinären Tumorboard besprochen und gemeinsam mit Ihnen entschieden – immer mit dem Ziel einer sicheren, schonenden und individuell passenden Lösung.

Was passiert bei einer TUR-B?

Bei der TUR-B wird der Tumor mit einer feinen Schlinge durch die Harnröhre entfernt – ohne äußeren Schnitt. Der Eingriff dauert meist weniger als eine Stunde, erfolgt unter Narkose und ermöglicht eine schnelle Erholung. Das entnommene Gewebe wird anschließend histologisch untersucht, um die weitere Behandlung gezielt planen zu können.

Wie lange dauert die Heilung nach einer TUR-B?

Nach einer TUR-B bleiben die meisten Patientinnen und Patienten wenige Tage im Krankenhaus. Leichte Reizbeschwerden beim Wasserlassen oder Blutbeimengungen im Urin sind in den ersten Tagen normal. In der Regel kann der Alltag nach kurzer Zeit wieder aufgenommen werden.

Wann ist eine Entfernung der Harnblase notwendig?

Eine radikale Zystektomie wird empfohlen, wenn der Tumor in die Blasenmuskulatur eingewachsen ist oder wiederholt auftritt. In diesen Fällen bietet die Operation die besten Heilungschancen. Durch moderne Operationstechniken kann die Behandlung heute funktionell orientiert und mit bestmöglicher Lebensqualität durchgeführt werden.

Wie funktioniert das mit der Harnableitung nach einer Blasenentfernung?

Nach einer Zystektomie wird eine neue Form der Harnableitung angelegt. Je nach Befund und körperlichen Voraussetzungen kann dies über eine Neoblase, ein Ileum-Conduit oder ein kontinentes Reservoir erfolgen. Welche Methode am besten geeignet ist, wird individuell im Beratungsgespräch festgelegt.

Welche Nebenwirkungen können nach einer Blasenkrebsbehandlung auftreten?

Je nach Therapieform können vorübergehend Beschwerden wie häufiger Harndrang, Reizsymptome, Müdigkeit oder Infektionen auftreten. Unser Team begleitet Sie engmaschig in der Nachsorge, um Beschwerden frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Langfristig stehen Lebensqualität und funktioneller Erhalt im Mittelpunkt jeder Therapieentscheidung.

Wie hoch sind die Heilungschancen bei Blasenkrebs?

Wird Blasenkrebs früh erkannt und vollständig entfernt, sind die Heilungschancen sehr gut. Bei oberflächlichen Tumoren liegt die Langzeitüberlebensrate über 80 %. Auch bei muskelinvasiven Tumoren ermöglichen moderne Operationstechniken, Strahlen- und Systemtherapien häufig eine langfristige Kontrolle der Erkrankung.

Wie wichtig ist die Nachsorge?

Die Nachsorge ist ein entscheidender Bestandteil der Behandlung. Da Blasenkrebs wiederkehren kann, werden regelmäßige Zystoskopien und Urinuntersuchungen durchgeführt – anfangs in kurzen, später in längeren Abständen. So können mögliche Rückfälle frühzeitig erkannt und rechtzeitig behandelt werden.

Kontakt

Sprechstundentermine Ambulanz

Tel.: +49 (0) 89 856 93 - 2132
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Fr
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OP-Termine
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Fr
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