Die Wahl des Verfahrens hängt von der Größe, Lage und Zusammensetzung des Steins sowie von individuellen Faktoren wie Schmerzen, Infektionen oder anatomischen Gegebenheiten ab. Nach einer genauen Diagnostik wird gemeinsam festgelegt, welche Methode – Mini-PCNL, URS oder Lasertherapie – am besten geeignet ist.
Kleine Steine bis etwa 5 Millimeter können häufig spontan mit dem Urin ausgeschieden werden. Größere Steine oder solche, die den Harnabfluss behindern, müssen jedoch entfernt werden, um Schmerzen, Infektionen oder Nierenschäden zu vermeiden.
Minimalinvasive Eingriffe wie die URS inkl. Lasertherapie dauern meist 30 bis 60 Minuten und werden ambulant durchgeführt. Bei einer Mini-PCNL kann die Behandlungsdauer je nach Größe und Lage des Steins etwas länger sein. In der Regel ist nur ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig.
Alle Verfahren werden in Narkose oder Teilnarkose durchgeführt, sodass Sie während des Eingriffs keine Schmerzen spüren. Nach der Behandlung kann ein leichtes Brennen oder Ziehen beim Wasserlassen auftreten, das rasch wieder abklingt.
Eine DJ-Harnleiterschiene ist ein dünner, flexibler Kunststoffschlauch, der vom Nierenbecken über den Harnleiter bis in die Blase reicht. Sie wird eingesetzt, um den Harnabfluss sicherzustellen, die Niere zu entlasten und Schmerzen zu lindern – zum Beispiel bei einer akuten Nierenkolik, bei Harnstau oder zur Vorbereitung bzw. Sicherung einer Steintherapie.
Eine DJ-Schiene ist in der Regel als vorübergehende Maßnahme einer Steintherapie vorgesehen. Je nach medizinischer Situation verbleibt sie meist für einige Tage bis wenige Wochen im Körper. Die genaue Liegedauer wird individuell festgelegt und bei der Entfernung ärztlich kontrolliert.
Viele Patientinnen und Patienten können mit einer DJ-Schiene ihrem Alltag weitgehend normal nachgehen. Gelegentlich können jedoch ein vermehrter Harndrang, ein Ziehen in der Flanke oder leichte Beschwerden beim Wasserlassen auftreten, insbesondere bei körperlicher Belastung. Diese Symptome sind in der Regel harmlos und vorübergehend. Bei stärkeren Beschwerden oder Fieber sollte ärztlicher Kontakt aufgenommen werden.
Die meisten Patientinnen und Patienten sind bereits nach wenigen Tagen wieder belastbar. Körperliche Schonung wird für etwa eine Woche empfohlen – danach ist in der Regel eine rasche Rückkehr in Beruf und Alltag möglich.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens zwei Liter Wasser pro Tag) ist die wichtigste Maßnahme. Ergänzend hilft eine ausgewogene Ernährung mit wenig tierischem Eiweiß und Salz. Im Rahmen unserer Nachsorge und Ernährungsberatung unterstützen wir Sie dabei, Rückfälle langfristig zu vermeiden.


