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SCHNELLAUSWAHL

Behandlungsmethoden

bei Harnsteinleiden

Die Behandlung von Harnsteinen richtet sich nach Größe, Lage und Zusammensetzung der Steine sowie nach den individuellen Beschwerden. Dank moderner minimalinvasiver Verfahren können die meisten Harnsteine heute ohne großen operativen Eingriff entfernt werden – sicher, präzise und gewebeschonend.

Unser erfahrenes Team in der Urologischen Klinik München-Planegg bietet das gesamte Spektrum moderner endoskopischer Steintherapien. Jede Behandlung wird individuell geplant, mit dem Ziel, die Nierenfunktion zu erhalten und Komplikationen zu vermeiden.

Behandlungsmethoden im Überblick

Zur Behandlung von Harnsteinen stehen moderne, überwiegend minimalinvasive Verfahren zur Verfügung:
  • Mini-PCNL (perkutane Nephrolitholapaxie):
    Verfahren zur Entfernung größerer oder komplexer Nierensteine über einen kleinen Zugang zur Niere.
  • URS (Ureterorenoskopie):
    Endoskopische Steinentfernung oder -zertrümmerung bei Steinen im Harnleiter oder Nierenbecken.
  • Laserlithotripsie:
    Schonende Zertrümmerung von Harnsteinen mittels Laser als Bestandteil der endoskopischen Steintherapie.
  • Akutbehandlung bei Nierenkolik:
    Vorübergehende Harnleiterschienung (DJ-Schiene) zur Entlastung der Niere und Vorbereitung der definitiven Steintherapie.

Mini-PCNL
(Perkutane Nephrolitholapaxie)

Die Mini-PCNL ist ein minimalinvasives Verfahren zur Entfernung größerer oder komplexer Nierensteine. Über einen kleinen Zugang zur Niere werden feine Instrumente eingebracht, um den Stein gezielt zu zertrümmern und vollständig zu entfernen. Dieses Verfahren ermöglicht eine effektive Steinfreiheit bei maximaler Schonung des umliegenden Gewebes und verkürzter Erholungszeit.
Mini-PCNL Closeup

URS (Ureterorenoskopie)

Bei der Ureterorenoskopie wird ein dünnes, flexibles Endoskop über die Harnröhre und die Blase in den Harnleiter oder in die Niere eingeführt. Der Stein kann entweder direkt entfernt oder mithilfe eines Lasers zerkleinert werden. Die URS eignet sich besonders für Steine im Harnleiter oder im Nierenbecken und wird in der Regel ambulant oder kurzstationär durchgeführt.
URS (Ureterorenoskopie) Closeup

Laserlithotripsie
(im Rahmen endoskopischer Steintherapie)

Die Laserlithotripsie ist eine bewährte Technik zur Zertrümmerung von Harnsteinen und wird ausschließlich im Rahmen endoskopischer Eingriffe wie der Ureterorenoskopie (URS) oder der Mini-PCNL eingesetzt. Über das jeweilige Endoskop wird eine feine Laserfaser (z. B. Holmium- oder Thulium-Laser) direkt an den Stein herangeführt und dieser gezielt in kleine Fragmente zerlegt. Die Steinreste können anschließend spontan abgehen oder mit speziellen Instrumenten entfernt werden.
Laserlithotripsie
Die Laserlithotripsie stellt keinen eigenständigen operativen Eingriff dar, sondern ist ein zentraler Bestandteil moderner minimalinvasiver Steintherapien. Das umliegende Gewebe wird dabei maximal geschont.

Akutbehandlung bei Nierenkolik

Bei vielen Patientinnen und Patienten erfolgt vor der eigentlichen definitiven Steintherapie zunächst eine Harnleiterschienung (DJ-Schiene). Dies ist insbesondere bei einer akuten Nierenkolik, bei Infektionen oder bei relevantem Harnstau erforderlich. Die Schienung dient dazu, den Harnabfluss sicherzustellen, die Niere zu entlasten und die Schmerzen rasch zu lindern. Gleichzeitig schafft sie optimale Voraussetzungen für eine geplante und sichere Steinsanierung im Rahmen eines endoskopischen Eingriffs. DJ Schienen können in der Regel 6-9 Monate im Körper verbleiben und müssen dann gewechselt oder entfernt werden.

Prävention & Nachsorge

Nach einer Harnsteinbehandlung ist eine gezielte Nachsorge entscheidend, um erneute Steinbildungen zu vermeiden. Diese erfolgt in der Regel wohnortnah in der niedergelassenen urologischen oder nephrologischen Praxis und umfasst regelmäßige Kontrollen, Stoffwechselanalysen sowie individuelle Präventionsmaßnahmen.

Wichtige Säulen der Nachsorge sind:
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mind. 2 Liter täglich)
  • ausgewogene, salz- und eiweißarme Ernährung
  • regelmäßige ärztliche Kontrollen
Bei komplexen Steinleiden oder besonderen Fragestellungen erfolgt die Nachsorge in enger Abstimmung mit dem
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie wird entschieden, welche Behandlungsmethode für mich geeignet ist?

Die Wahl des Verfahrens hängt von der Größe, Lage und Zusammensetzung des Steins sowie von individuellen Faktoren wie Schmerzen, Infektionen oder anatomischen Gegebenheiten ab. Nach einer genauen Diagnostik wird gemeinsam festgelegt, welche Methode – Mini-PCNL, URS oder Lasertherapie – am besten geeignet ist.

Ist eine Behandlung von Harnsteinen immer notwendig?

Kleine Steine bis etwa 5 Millimeter können häufig spontan mit dem Urin ausgeschieden werden. Größere Steine oder solche, die den Harnabfluss behindern, müssen jedoch entfernt werden, um Schmerzen, Infektionen oder Nierenschäden zu vermeiden.

Wie lange dauert der Eingriff?

Minimalinvasive Eingriffe wie die URS inkl. Lasertherapie dauern meist 30 bis 60 Minuten und werden ambulant durchgeführt. Bei einer Mini-PCNL kann die Behandlungsdauer je nach Größe und Lage des Steins etwas länger sein. In der Regel ist nur ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Alle Verfahren werden in Narkose oder Teilnarkose durchgeführt, sodass Sie während des Eingriffs keine Schmerzen spüren. Nach der Behandlung kann ein leichtes Brennen oder Ziehen beim Wasserlassen auftreten, das rasch wieder abklingt.

Was ist eine DJ-Harnleiterschiene und warum wird sie eingesetzt?

Eine DJ-Harnleiterschiene ist ein dünner, flexibler Kunststoffschlauch, der vom Nierenbecken über den Harnleiter bis in die Blase reicht. Sie wird eingesetzt, um den Harnabfluss sicherzustellen, die Niere zu entlasten und Schmerzen zu lindern – zum Beispiel bei einer akuten Nierenkolik, bei Harnstau oder zur Vorbereitung bzw. Sicherung einer Steintherapie.

Wie lange kann eine DJ-Harnleiterschiene im Körper verbleiben?

Eine DJ-Schiene ist in der Regel als vorübergehende Maßnahme einer Steintherapie vorgesehen. Je nach medizinischer Situation verbleibt sie meist für einige Tage bis wenige Wochen im Körper. Die genaue Liegedauer wird individuell festgelegt und bei der Entfernung ärztlich kontrolliert.

Beeinträchtigt eine DJ-Harnleiterschiene den Alltag?

Viele Patientinnen und Patienten können mit einer DJ-Schiene ihrem Alltag weitgehend normal nachgehen. Gelegentlich können jedoch ein vermehrter Harndrang, ein Ziehen in der Flanke oder leichte Beschwerden beim Wasserlassen auftreten, insbesondere bei körperlicher Belastung. Diese Symptome sind in der Regel harmlos und vorübergehend. Bei stärkeren Beschwerden oder Fieber sollte ärztlicher Kontakt aufgenommen werden.

Wie schnell kann ich nach der Behandlung wieder in den Alltag zurückkehren?

Die meisten Patientinnen und Patienten sind bereits nach wenigen Tagen wieder belastbar. Körperliche Schonung wird für etwa eine Woche empfohlen – danach ist in der Regel eine rasche Rückkehr in Beruf und Alltag möglich.

Wie kann ich verhindern, dass erneut Harnsteine entstehen?

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens zwei Liter Wasser pro Tag) ist die wichtigste Maßnahme. Ergänzend hilft eine ausgewogene Ernährung mit wenig tierischem Eiweiß und Salz. Im Rahmen unserer Nachsorge und Ernährungsberatung unterstützen wir Sie dabei, Rückfälle langfristig zu vermeiden.

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