Eine URS wird durchgeführt bei Harnleiter- oder Nierensteinen, die nicht spontan abgehen oder mit anderen Methoden wie ESWL nicht erfolgreich behandelt werden konnten. Sie kommt auch zum Einsatz bei unklaren Veränderungen im oberen Harntrakt, z. B. zur Abklärung von Blut im Urin oder Gewebeveränderungen.
Die starre URS eignet sich vor allem für Steine im unteren und mittleren Harnleiter. Die flexible URS (fURS) ermöglicht durch ein hochbewegliches Endoskop auch die Behandlung von Steinen im Nierenbecken oder in schwer zugänglichen Harnleiterabschnitten – schonend, präzise und ohne Hautschnitt.
Die URS erfolgt in der Regel in Vollnarkose und dauert etwa 30 bis 90 Minuten – je nach Lage und Größe der Steine. In vielen Fällen ist der Eingriff ambulant möglich. Bei komplexeren Befunden oder Begleiterkrankungen ist eine kurzstationäre Aufnahme (1–2 Tage) vorgesehen.
Nach der URS kann es für kurze Zeit zu leichtem Brennen beim Wasserlassen oder Harndrang kommen. Je nach Befund kann ein temporärer Stent notwendig sein. Die geborgenen Steine werden analysiert, um Rückschlüsse auf die Ursache zu ziehen und einer erneuten Steinbildung vorzubeugen. Die Nachsorge erfolgt strukturiert durch unsere Klinik oder Ihre behandelnde Urologin/Ihren Urologen.


