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SCHNELLAUSWAHL

Harnsteinerkrankungen

Ursachen, Symptome und Behandlung

Harnsteine gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Harntrakts. Sie entstehen, wenn sich bestimmte Substanzen im Urin kristallisieren und verklumpen. Die Größe kann von winzigen Kristallen bis zu mehreren Zentimetern variieren – entsprechend unterschiedlich sind die Beschwerden.

In der Urologischen Klinik München-Planegg verfügen wir über langjährige Erfahrung in der Diagnostik und operativen Behandlung von Harnsteinerkrankungen. Unser Ziel ist es, akute Beschwerden rasch zu lindern, eine sichere Steinfreiheit zu erreichen und die Nierenfunktion dauerhaft zu erhalten.

Die langfristige Nachsorge sowie die Prävention von erneuten Steinereignissen erfolgen in der Regel in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen urologischen Praxen, wo individuelle Vorsorge- und Kontrollkonzepte umgesetzt werden.

Symptome & Krankheitsbild

Harnsteine können sich in der Niere, im Harnleiter, in der Blase oder – seltener – in der Harnröhre bilden. Viele bleiben zunächst unbemerkt, bis sie den Harnabfluss behindern.

Typische Symptome sind:

  • plötzlich einsetzende, kolikartige Schmerzen im Rücken oder in der Flanke
  • ausstrahlende Schmerzen bis in den Unterbauch oder die Leiste
  • Übelkeit, Erbrechen oder Blut im Urin
  • häufiger Harndrang oder Brennen beim Wasserlassen

Bei einer akuten Nierenkolik handelt es sich um einen urologischen Notfall. Eine rasche Abklärung ist notwendig, um Komplikationen wie Infektionen oder eine Schädigung der Nierenfunktion zu vermeiden.

Harnsteinarten

Harnsteine unterscheiden sich nach ihrer chemischen Zusammensetzung.
Die häufigsten Formen sind:
  • Calciumoxalat-Steine: entstehen bei erhöhter Kalzium- oder Oxalatkonzentration im Urin
  • Harnsäuresteine: treten häufig bei purinreicher Ernährung oder Gicht auf
  • Struvit-Steine: bilden sich bei bakteriellen Infektionen der Harnwege
  • Zystinsteine: seltene Form infolge einer angeborenen Stoffwechselstörung
Verschiedene Formen von Harnsteinen

Vorbeugung von Harnsteinen

Die Vorbeugung richtet sich nach der jeweiligen Steinart. Wichtige allgemeine Maßnahmen sind:

  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mind. 2 Liter täglich)
  • ausgewogene Ernährung mit moderatem Eiweiß- und Salzgehalt
  • gezielte Stoffwechsel- und Urinanalyse zur individuellen Risikobewertung
  • regelmäßige Kontrollen bei Neigung zu wiederkehrenden Steinen

Leistungsspektrum

Icon Diagnostik

Diagnostik

Zur Abklärung von Nieren- und Harnleitersteinen erfolgt zunächst eine mikroskopische Urinuntersuchung zum Nachweis von Blut. Ergänzend wird eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und Harnwege durchgeführt.

Bei Bedarf kommen weiterführende bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz.

Die erhobenen Befunde ermöglichen eine sichere Diagnosestellung sowie die gezielte Planung der weiteren Behandlung.

Icon Behandlungsweg

Behandlungsmöglichkeiten

Die Wahl der richtigen Behandlung hängt von der Größe, Lage und Zusammensetzung des Harnsteins sowie von den individuellen Beschwerden ab. Kleinere Steine können häufig spontan ausgeschieden werden – unterstützt durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und schmerzlindernde Medikamente.

Größere Steine oder solche, die den Harnabfluss behindern, erfordern eine gezielte urologische Therapie. Hier kommen moderne, minimalinvasive Verfahren zum Einsatz – insbesondere die Harnleiterspiegelung (Ureterorenoskopie, URS) sowie die perkutane Steinentfernung (Mini-PCNL).

Die Zertrümmerung der Steine mittels Laser (Laserlithotripsie) erfolgt dabei als integraler Bestandteil dieser endoskopischen Verfahren und wird mit modernen Lasersystemen im Rahmen der URS oder PCNL durchgeführt. Es handelt sich hierbei nicht um einen eigenständigen Eingriff, sondern um eine etablierte Technik innerhalb der endoskopischen Steintherapie.

Ziel jeder Behandlung ist es, den Stein vollständig zu entfernen und gleichzeitig die natürliche Nierenfunktion zu erhalten.
Icon Expertenteam

Ihre Experten für Harnsteine

In der Urologischen Klinik München-Planegg erfolgt die Diagnostik und Behandlung von Harnsteinerkrankungen durch ein spezialisiertes Team. Zum Leistungsspektrum gehören die strukturierte Abklärung, die indikationsgerechte Therapie sowie die koordinierte Nachsorge.

Interdisziplinäre Expertise im Harnsteinzentrum München-Planegg

In unserem spezialisierten Harnsteinzentrum arbeiten erfahrene Urolog:innen, Radiolog:innen und Nephrolog:innen eng zusammen. Wir bieten eine umfassende Betreuung von der präzisen Diagnostik über die operative Steintherapie bis zur strukturierten Übergabe in die langfristige Nachsorge.

So gewährleisten wir eine moderne, sichere und nachhaltige Behandlung – individuell abgestimmt auf jede Patientin und jeden Patienten
Mpodell einer Niere-Symbolbild Harnsteinzentrum
UKMP Favicon

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie entstehen Harnsteine?

Harnsteine entstehen, wenn sich bestimmte Salze oder Mineralstoffe im Urin in zu hoher Konzentration befinden und auskristallisieren. Ursachen können eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, falsche Ernährung, Stoffwechselstörungen oder anatomische Veränderungen der Harnwege sein.

Welche Symptome weisen auf Harnsteine hin?

Typisch sind plötzlich einsetzende, starke Schmerzen im Rücken, in der Flanke oder im Unterbauch, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen oder Blut im Urin. Kleine Steine können auch ohne starke Beschwerden abgehen.

Wie werden Harnsteine diagnostiziert?

Zur Diagnose werden moderne bildgebende Verfahren eingesetzt – etwa Ultraschall, Röntgen oder Computertomographie (CT). Diese Untersuchungen ermöglichen eine genaue Bestimmung der Größe, Lage und Zusammensetzung des Steins.

Welche Behandlung ist notwendig?

Kleine Steine können häufig spontan ausgeschieden werden. Bei größeren Steinen kommen minimalinvasive Verfahren wie die Harnleiterspiegelung (URS), die Laserzertrümmerung (Steinlaserlithotripsie) oder die Mini-PCNL zum Einsatz. Ziel ist eine vollständige Entfernung bei maximaler Schonung der Nierenfunktion.

Wie kann man Harnsteinen vorbeugen?

Die wichtigste Maßnahme ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr – idealerweise zwei bis drei Liter Wasser pro Tag. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig tierischem Eiweiß und Salz, sowie regelmäßige Kontrollen können das Risiko deutlich verringern.

Müssen Harnsteine immer operiert werden?

Nein. Nur wenn ein Stein den Harnabfluss behindert, zu starken Schmerzen, Blutungen oder Infektionen führt oder von selbst nicht abgeht, ist ein Eingriff notwendig. Viele Steine können auf natürlichem Weg ausgeschieden oder mit Medikamenten und Bewegung unterstützt werden.

Kontakt

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