Harnsteine entstehen, wenn sich bestimmte Salze oder Mineralstoffe im Urin in zu hoher Konzentration befinden und auskristallisieren. Ursachen können eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, falsche Ernährung, Stoffwechselstörungen oder anatomische Veränderungen der Harnwege sein.
Typisch sind plötzlich einsetzende, starke Schmerzen im Rücken, in der Flanke oder im Unterbauch, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen oder Blut im Urin. Kleine Steine können auch ohne starke Beschwerden abgehen.
Zur Diagnose werden moderne bildgebende Verfahren eingesetzt – etwa Ultraschall, Röntgen oder Computertomographie (CT). Diese Untersuchungen ermöglichen eine genaue Bestimmung der Größe, Lage und Zusammensetzung des Steins.
Kleine Steine können häufig spontan ausgeschieden werden. Bei größeren Steinen kommen minimalinvasive Verfahren wie die Harnleiterspiegelung (URS), die Laserzertrümmerung (Steinlaserlithotripsie) oder die Mini-PCNL zum Einsatz. Ziel ist eine vollständige Entfernung bei maximaler Schonung der Nierenfunktion.
Die wichtigste Maßnahme ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr – idealerweise zwei bis drei Liter Wasser pro Tag. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig tierischem Eiweiß und Salz, sowie regelmäßige Kontrollen können das Risiko deutlich verringern.
Nein. Nur wenn ein Stein den Harnabfluss behindert, zu starken Schmerzen, Blutungen oder Infektionen führt oder von selbst nicht abgeht, ist ein Eingriff notwendig. Viele Steine können auf natürlichem Weg ausgeschieden oder mit Medikamenten und Bewegung unterstützt werden.


