Botox der Harnblase
Gezielte Hilfe bei Blasenproblemen
Botox®-Therapie der Harnblase
Gezielte Hilfe bei überaktiver oder neurologisch bedingter Blasenfunktionsstörung
Wann kommt die Botox®-Therapie zum Einsatz?
-
Dranginkontinenz (plötzlicher, kaum kontrollierbarer Harndrang mit Urinverlust)
-
häufigem Wasserlassen am Tag und/oder in der Nacht
-
Blasenfunktionsstörungen bei neurologischen Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose, Querschnittslähmung, Parkinson, Schlaganfall)
Wie wirkt Botox® in der Blase?
Ablauf der Behandlung
Im Rahmen der Botox®-Behandlung erfolgt bei uns standardmäßig auch eine Blasenbiopsie, um eine interstitielle Zystitis, chronisch entzündliche Veränderungen oder einen Blasentumor sicher auszuschließen. Diese Maßnahme dient der genauen Diagnosesicherung und der onkologischen Sicherheit, insbesondere bei unklarer Symptomatik oder Risikofaktoren.
Was ist nach der Behandlung zu beachten?
In seltenen Fällen kann es zu vorübergehender Restharnbildung kommen. Sollte eine Entleerungsstörung auftreten, erlernen Patient:innen bei uns das saubere intermittierende Selbstkatheterisieren (ISK) – eine sichere Methode, um die Blase bei Bedarf vollständig zu entleeren.
Vor jeder Behandlung erfolgt eine sorgfältige urologische Abklärung, inklusive urodynamischer Untersuchung, um die Indikation präzise zu stellen und das Behandlungskonzept individuell abzustimmen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Therapie eignet sich für Patient:innen mit überaktiver Blase (OAB) oder neurogener Blasenfunktionsstörung – insbesondere, wenn Medikamente oder andere Maßnahmen wie Beckenbodentraining keine ausreichende Wirkung zeigen oder schlecht vertragen werden. Auch bei neurologischen Erkrankungen wie MS, Parkinson oder nach einem Schlaganfall kann die Behandlung hilfreich sein.
Der Eingriff dauert etwa 10 bis 15 Minuten und erfolgt in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung oder Kurznarkose. Über ein dünnes Endoskop wird der Wirkstoff an mehreren Stellen in die Blasenwand gespritzt. Standardmäßig entnehmen wir zusätzlich eine kleine Blasenbiopsie zur Abklärung von Entzündungen oder Tumoren.
Die Wirkung setzt meist nach 5 bis 10 Tagen ein und hält in der Regel 6 bis 9 Monate. Danach kann die Therapie problemlos wiederholt werden. In seltenen Fällen kann es zu Restharnbildung kommen – in solchen Fällen schulen wir unsere Patient:innen bei Bedarf im sicheren Selbstkatheterismus (ISK).
Kontakt
Sprechstundentermine Ambulanz
Mo–Do | 08:00–16:00 Uhr |
Fr | 08:00–15:30 Uhr |
OP-Termine
Patientenmanagement
Mo–Do | 08:00–16:00 Uhr |
Fr | 08:00–14:00 Uhr |


