Die Therapie eignet sich für Patient:innen mit überaktiver Blase (OAB) oder neurogener Blasenfunktionsstörung – insbesondere, wenn Medikamente oder andere Maßnahmen wie Beckenbodentraining keine ausreichende Wirkung zeigen oder schlecht vertragen werden. Auch bei neurologischen Erkrankungen wie MS, Parkinson oder nach einem Schlaganfall kann die Behandlung hilfreich sein.
Der Eingriff dauert etwa 10 bis 15 Minuten und erfolgt in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung oder Kurznarkose. Über ein dünnes Endoskop wird der Wirkstoff an mehreren Stellen in die Blasenwand gespritzt. Standardmäßig entnehmen wir zusätzlich eine kleine Blasenbiopsie zur Abklärung von Entzündungen oder Tumoren.
Die Wirkung setzt meist nach 5 bis 10 Tagen ein und hält in der Regel 6 bis 9 Monate. Danach kann die Therapie problemlos wiederholt werden. In seltenen Fällen kann es zu Restharnbildung kommen – in solchen Fällen schulen wir unsere Patient:innen bei Bedarf im sicheren Selbstkatheterismus (ISK).




