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SCHNELLAUSWAHL

Früherkennung & Diagnostik

Individuelle Prostatavorsorge auf medizinisch höchstem Niveau

Closeup Haende Patient und Arzt beim Diagnostikgespraech

Prostatakrebs früh erkennen

Warum die richtige Früherkennung so wichtig – und zugleich anspruchsvoll – ist

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Früh erkannt, bestehen heute sehr gute Heilungschancen. Entscheidend ist, relevante Veränderungen rechtzeitig zu entdecken – bevor Beschwerden auftreten oder sich ein Tumor ausbreitet.

Die Herausforderung der Früherkennung liegt jedoch darin, genau die Tumore zu identifizieren, die tatsächlich behandlungsbedürftig sind – und gleichzeitig solche zu vermeiden, die zwar nachweisbar, aber biologisch harmlos sind und im Leben des Betroffenen nie Probleme verursacht hätten. Ziel ist also nicht, so viele Tumore wie möglich zu finden, sondern die richtigen. Eine zu breite Früherkennung kann sonst zu Überdiagnostik und unnötigen Therapien führen.
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In der Urologie Planegg legen wir daher großen Wert auf eine moderne, präzise und risikoadaptierte Diagnostik. Wir kombinieren klassische Untersuchungen mit innovativen bildgebenden und molekularen Verfahren, um das individuelle Risiko möglichst genau einzuschätzen. So können wir unnötige Eingriffe vermeiden und gleichzeitig jene Männer identifizieren, bei denen ein frühzeitiges Eingreifen entscheidend ist.

Unser Ziel ist eine Früherkennung, die auf modernster Technologie, medizinischer Erfahrung und persönlicher Zuwendung beruht. Wir möchten Veränderungen frühzeitig und zuverlässig erkennen – ohne unsere Patienten unnötig zu belasten. Dabei legen wir besonderen Wert auf die individuelle Abwägung zwischen diagnostischer Sicherheit und Zurückhaltung – für eine fundierte, verantwortungsvolle Grundlage jeder weiteren Therapieentscheidung.

Diagnostische Verfahren im Vergleich

Methode Geeignet für Vorteile Besonderheiten
Ärztliche Untersuchung & PSA-Test Männer zur Vorsorge, erste Risikoabschätzung Einfach verfügbar, Grundlage jeder Früherkennung PSA-Wert wird immer im Gesamtkontext interpretiert (Alter, Prostatagröße, Verlauf, familiäres Risiko)
PSA-Verlaufs- und Dichteanalyse Grenzwertiger oder erhöhter PSA-Wert Reduziert Überdiagnostik, präzisere Risikobewertung Bewertung der Entwicklung über die Zeit statt eines Einzelwerts
Multiparametrische MRT (mpMRT) der Prostata Auffälliger PSA-Wert oder erhöhtes familiäres Risiko Sehr präzise, keine Strahlenbelastung Goldstandard der Bildgebung; Grundlage für gezielte Biopsien
Fusionsbiopsie der Prostata Auffällige Befunde in der mpMRT Hohe Trefferquote klinisch relevanter Tumoren MRT- und Ultraschallbilder werden fusioniert, millimetergenaue Probenentnahme
Stockholm3-Test Unklarer PSA-Befund Präzisere Risikoeinschätzung als PSA allein Kombination aus Biomarkern, genetischen Faktoren und klinischen Daten
Risikoadaptierte Verlaufskontrolle Niedriges individuelles Risiko Vermeidung unnötiger invasiver Eingriffe Strukturierte, regelmäßige Kontrollen statt sofortiger weiterer Diagnostik

Ärztliche Untersuchung & PSA-Test

Am Anfang steht die klinische Basisdiagnostik:

Bei der digitalen rektalen Untersuchung (DRU) tastet der Urologe die Prostata vorsichtig über den Enddarm ab, um mögliche Verhärtungen oder Größenveränderungen zu erkennen.

Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen spielt die digitale rektale Untersuchung (DRU) in der Früherkennung des Prostatakarzinoms bei jüngeren Männern kaum eine Rolle, da sie frühe, klinisch relevante Tumoren meist nicht zuverlässig erfasst. Dennoch bleibt sie eine wichtige urologische Basisuntersuchung, da sie Hinweise auf andere Erkrankungen liefern und bei älteren Männern oder auffälligen Befunden wertvolle Zusatzinformationen geben kann. Sie ergänzt somit das Gesamtkonzept einer verantwortungsvollen und individuellen Vorsorge.
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Ergänzend wird der PSA-Wert (Prostata-spezifisches Antigen) im Blut bestimmt. Ein erhöhter PSA-Wert kann auf eine Erkrankung der Prostata hinweisen – muss aber nicht zwangsläufig Krebs bedeuten. Entscheidend ist daher, den Wert nicht isoliert, sondern im Kontext klinischer Faktoren wie Alter, Prostatagröße, familiärem Risiko und Verlauf zu interpretieren. Die moderne PSA-Diagnostik berücksichtigt diese Zusammenhänge und nutzt dynamische Parameter wie PSA-Dichte oder PSA-Verlauf über die Zeit, um die Aussagekraft zu verbessern. Dadurch lassen sich unnötige Biopsien und Überdiagnosen reduzieren, während gleichzeitig die Entdeckung tatsächlich behandlungsbedürftiger Tumoren erleichtert wird.

Diese ersten Schritte helfen, das individuelle Risiko besser einzuschätzen und über weiterführende Untersuchungen zu entscheiden

Multiparametrische MRT (mpMRT) der Prostata

Zeigt sich ein auffälliger Befund in der klinischen Untersuchung oder im PSA Test oder besteht ein erhöhtes familiäres Risiko, ist die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) heute der Goldstandard in der bildgebenden Diagnostik der Prostata.

Diese hochauflösende Untersuchung kombiniert verschiedene Bildsequenzen, um Gewebestrukturen, Durchblutung und Stoffwechselaktivität der Prostata detailliert darzustellen – ganz ohne Strahlenbelastung. So können verdächtige Areale präzise erkannt und hinsichtlich ihrer Wahrscheinlichkeit für ein Karzinom beurteilt werden.
mpMRT der Prostata
Das Ergebnis der mpMRT dient als Grundlage für gezielte Biopsien und trägt dazu bei, unnötige Gewebeentnahmen zu vermeiden.

Fusionsbiopsie

Wenn die mpMRT einen verdächtigen Befund zeigt, kann dieser mithilfe einer Fusionsbiopsie gezielt überprüft werden. Dabei werden die zuvor angefertigten MRT-Bilder in Echtzeit mit Ultraschallbildern überlagert (fusioniert). So lassen sich verdächtige Areale millimetergenau ansteuern und Gewebeproben gezielt entnehmen.

Vorteile dieser Methode:
  • höhere Trefferquote für klinisch relevante Tumoren
  • geringere Zahl unnötiger Biopsien
  • präzise Diagnosesicherung mit möglichst wenig Belastung für den Patienten
Fusionsbiopsie der Prostata
Die Fusionsbiopsie wird in unserer Klinik unter modernen, schonenden Bedingungen durchgeführt.

Stockholm3-Test

Der Stockholm3-Test ist ein innovativer Bluttest, der über den PSA-Wert hinausgeht. Er kombiniert:
  • klassische Laborparameter,
  • genetische Marker und
  • klinische Daten (Alter, Tastbefund, Familienanamnese).
Aus diesen Informationen wird ein individueller Risikowert berechnet, der die Wahrscheinlichkeit für ein klinisch relevantes Prostatakarzinom präziser vorhersagt als der PSA-Wert allein. So lässt sich besser entscheiden, ob eine weiterführende Diagnostik – etwa eine mpMRT oder Biopsie – tatsächlich notwendig ist.
Blutuntersuchung Stockholm3 Test
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ab wann sollte man zur Prostata-Früherkennung gehen?

Wir empfehlen Männern ab dem 50. Lebensjahr, regelmäßig zur urologischen Vorsorge zu gehen. Bei familiärer Vorbelastung – also wenn Vater oder Bruder an Prostatakrebs erkrankt sind – ist ein früherer Beginn ab 45 Jahren sinnvoll.

Welche Untersuchungen gehören zur Prostata-Vorsorge?

Zur Basisdiagnostik gehören:

– die digitale rektale Untersuchung (DRU) (die DRU soll gemäß Leitlinien zur einen Früherkennung der Prostatakarzinoms nicht eingesetzt werden, kann aber wichtige Informationen über andere Erkrankungen der Prostata und des Enddarms liefern)
– die Bestimmung des PSA-Werts im Blut
– und bei Bedarf ergänzend moderne Verfahren wie die mpMRT der Prostata oder der Stockholm3-Test.

Welche Untersuchungen individuell sinnvoll sind, besprechen wir gemeinsam im persönlichen Gespräch.

Was sagt der PSA-Wert aus?

Der PSA-Wert ist ein Eiweiß, das in der Prostata gebildet wird. Ein erhöhter Wert kann auf eine Erkrankung hinweisen – zum Beispiel eine Entzündung, eine gutartige Vergrößerung oder ein Karzinom. Ein einzelner Wert ist jedoch nicht aussagekräftig. Wichtig ist, den Verlauf über die Zeit und den Zusammenhang mit anderen Befunden zu beurteilen.

Was ist eine mpMRT der Prostata?

Die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) ist eine moderne, strahlungsfreie Bildgebung, die das Prostatagewebe in hoher Auflösung darstellt. Sie hilft, verdächtige Areale genau zu erkennen und kann häufig darüber entscheiden, ob überhaupt eine Biopsie notwendig ist.

Was ist der Stockholm3-Test?
Der Stockholm3-Test ist ein moderner Bluttest, der verschiedene Biomarker, genetische Informationen und klinische Daten kombiniert.Er erlaubt eine deutlich genauere Einschätzung des individuellen Risikos für ein klinisch relevantes Prostatakarzinom – und kann helfen, unnötige Biopsien zu vermeiden.
Ist eine Biopsie immer notwendig, wenn der PSA-Wert erhöht ist?
Nein. Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht automatisch, dass eine Biopsie erforderlich ist. Erst durch die Risikoeinschätzung durch Ihren Urologen und ggf. die Kombination aus mpMRT und gegebenenfalls Stockholm3-Test kann das Risiko genauer bewertet werden. So lässt sich gezielt entscheiden, ob eine Gewebeprobe sinnvoll ist.

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