Ein Harnleiterersatz kommt zum Einsatz, wenn der natürliche Harnleiter durch Verengungen, Verletzungen, Tumore oder frühere Operationen so stark geschädigt ist, dass der Urinfluss von der Niere zur Blase dauerhaft unterbrochen ist. Ziel ist es, die Nierenfunktion zu erhalten und eine langfristige, stabile Urinableitung zu ermöglichen.
Die Operationsdauer liegt in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden. Der stationäre Aufenthalt beträgt meist 5 bis 7 Tage. Bei komplexeren Eingriffen oder begleitenden Maßnahmen kann er etwas länger ausfallen. Eine engmaschige Betreuung durch das Fachteam ist während des gesamten Aufenthalts gewährleistet.
Nach dem Harnleiterersatz kann vorübergehend ein innerer Harnleiter-Stent oder eine äußere Nierenableitung erforderlich sein. Diese werden im Verlauf wieder entfernt. Eine strukturierte Nachsorge erfolgt durch Fachärzt:innen und Pflegekräfte – inklusive Kontrolle der Nierenfunktion, Beratung zur Schonung und ggf. Organisation von Reha-Maßnahmen.







