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SCHNELLAUSWAHL

Holmium-Laser-Enukleation der Prostata

Moderne Lasertherapie bei gutartiger Prostatavergrößerung

Die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) ist ein modernes, minimalinvasives Verfahren zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (Benignes Prostatasyndrom, BPS). In unserer urologischen Fachklinik kommt die HoLEP regelmäßig zum Einsatz – insbesondere bei mittel- bis hochgradigen Vergrößerungen – und stellt eine besonders effektive und gewebeschonende Alternative zu klassischen Operationsmethoden mit Bauschnitt dar.

Was ist die HoLEP?

Bei der HoLEP wird das überschüssige Prostatagewebe mithilfe eines hochenergetischen Holmiumlasers von innen vollständig entfernt (enukleiert). Dabei orientiert sich der Operateur an den natürlichen Prostatakapselgrenzen. Das gelöste Gewebe wird anschließend mit einem speziellen Instrument (Morcellator) durch die Harnröhre entfernt – ganz ohne Bauchschnitt.

Das Verfahren ist besonders präzise und kontrolliert, wodurch umliegendes Gewebe geschont und Komplikationen minimiert werden. Das entnommene Gewebe wird zur feingeweblichen (histologischen) Untersuchung eingeschickt, um mögliche Hinweise auf bisher nicht erkannte bösartige Veränderungen zu erkennen.

Vorteile der HoLEP im Überblick:

  • Vollständige Entfernung des störenden Gewebes – auch bei sehr großen Prostatadrüsen minimal invasiv
  • Geringer Blutverlust, da der Laser gleichzeitig schneidet und Blutgefäße verödet
  • Kurze Katheterliegezeit, meist nur 2–3 Tage
  • Rasche Erholung und schnelle Rückkehr in den Alltag
  • Dauerhafte Wirkung, oft ohne spätere Nachoperationen
HoLEP Icon

Stationärer Eingriff mit gezielter Nachsorge

Die HoLEP wird in unserer Klinik stationär durchgeführt – unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie, je nach individueller Konstellation und medizinischer Einschätzung. Der Eingriff dauert ca. 60 Minuten. Der Klinikaufenthalt beträgt in der Regel 2 bis 4 Tage. Bereits wenige Stunden nach dem Eingriff erfolgt die Mobilisation. Die ersten 1-3 Tage nach der Operation wird die Blase über einen einliegenden Dauerkatheter gespült.

Die Rekonvaleszenzzeit beträgt in der Regel 6 bis 8 Wochen. In dieser Phase kann es vorübergehend zu verstärktem Harndrang oder einer Frühinkontinenz kommen – beides sind bekannte und meist vorübergehende Phänomene, die in Zusammenhang mit der Neuorientierung des Blasen-Schließmuskelsystems stehen.

Ein kontinuierliches Beckenbodentraining nach der Operation unterstützt die frühzeitige Wiedererlangung der Kontinenz und sollte konsequent über die gesamte Erholungsphase hinweg durchgeführt werden. Wir empfehlen außerdem, bereits vor dem Eingriff mit einem angeleiteten Beckenbodentraining zu beginnen, da dies nachweislich den funktionellen Erholungsverlauf günstig beeinflussen kann.

Für wen ist die HoLEP geeignet?

  • Männer mit ausgeprägtem Harnstrahlverlust, häufigem nächtlichem Wasserlassen oder Restharnbildung
  • Patienten mit großer Prostata (auch über 150 ml Volumen)
  • Patienten, bei denen eine langfristig wirksame Lösung ohne Medikamente angestrebt wird

Langfristig wirksam, vielfach bewährt

Die HoLEP gilt heute als eines der nachhaltigsten Verfahren zur operativen BPS-Behandlung. Internationale Studien zeigen eine langfristige Besserung der Beschwerden und eine sehr geringe Wiederoperationsrate – auch viele Jahre nach dem Eingriff. Zudem bleibt der Eingriff in seiner Wirkung unabhängig von der Größe der Prostata.

Ihre Vorteile bei der HoLEP in unserer Klinik:

  • Einsatz modernster Lasertechnologie (High-Power-Holmiumlaser der neuesten Generation)
  • Schonende Enukleationstechnik
  • Besonders geeignet für größere Prostatavolumina mit dauerhaftem Effekt
  • Langjährige Erfahrung und hohe Fallzahlen im Bereich der endoskopischen Laserchirurgie
  • Strukturierte Vor- und Nachsorge inklusive Anleitung zum Beckenbodentraining
  • Interdisziplinäre Anbindung bei komplexen Befunden oder Begleiterkrankungen
  • Persönliche Betreuung und individuelle Beratung durch unser spezialisiertes Urologenteam
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann kommt die HoLEP in Frage?

Die HoLEP eignet sich besonders für Männer mit deutlichen Beschwerden beim Wasserlassen, wie abgeschwächtem Harnstrahl, nächtlichem Harndrang oder Restharn. Auch bei sehr großer Prostata ist sie eine zuverlässige Option – gerade dann, wenn man auf eine dauerhafte Lösung ohne Medikamente setzt.

Wie funktioniert der Eingriff genau?

Bei der HoLEP wird über die Harnröhre operiert – ganz ohne äußeren Schnitt. Mit einem speziellen Laser wird das vergrößerte Prostatagewebe von innen herausgelöst und anschließend abgesaugt. Das Verfahren ist präzise, minimalinvasiv und wird unter Voll- oder Teilnarkose stationär durchgeführt.

Welche Vorteile bietet das Verfahren?

Die HoLEP überzeugt durch geringen Blutverlust, kurze Liegezeiten und schnelle Erholung. Da das überschüssige Gewebe vollständig entfernt wird, sind Folgeeingriffe selten. Auch bei sehr großen Prostataformen bleibt die Methode effektiv und sicher.

Was sollte man nach der Operation beachten?

In den ersten Wochen nach dem Eingriff kann es vorübergehend zu verändertem Harndrang oder leichter Inkontinenz kommen – das ist normal und bildet sich meist zurück. Regelmäßiges Beckenbodentraining, idealerweise schon vor der OP begonnen, unterstützt die rasche Regeneration.

Kontakt

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