Die transurethrale Resektion der Blase (TUR-B) ist ein minimal-invasiver Eingriff, der zur Diagnose und Erstbehandlung von Harnblasentumoren eingesetzt wird. Sie wird bei Verdacht auf einen Blasentumor durchgeführt, um Tumorgewebe zu entfernen und den Befund histologisch zu sichern.
Die TUR-B erfolgt in der Regel unter Spinalanästhesie oder Vollnarkose. Der Eingriff dauert meist 30 bis 45 Minuten. Im Anschluss wird über einen Katheter eine Blasenspülung durchgeführt, um Blutgerinnsel auszuspülen. Der stationäre Aufenthalt beträgt üblicherweise zwei Tage.
Zur Optimierung der Tumordetektion nutzen wir die photodynamische Diagnostik (PDD) in Kombination mit dem IMAGE 1 S-System. Ein spezieller Farbstoff macht Tumorzellen unter Blaulicht sichtbar – dadurch können auch schwer erkennbare Karzinome wie ein Carcinoma in situ sicher identifiziert und entfernt werden.
Die En-bloc-Resektion ist eine Technik, bei der der Tumor in einem Stück entfernt wird – inklusive umliegender Schleimhaut und Muskelanteile. Dies ermöglicht eine bessere pathologische Beurteilung und wird angewendet, wenn es anatomisch und onkologisch sinnvoll ist.
Bei hoch-risiko nicht-muskelinvasiven oder muskelinvasiven Tumoren wird der Fall im interdisziplinären Tumorboard besprochen. Dort wird gemeinsam mit Expert:innen aus verschiedenen Fachbereichen eine individuelle, leitliniengerechte Therapieempfehlung entwickelt – z. B. eine weitere Operation, Chemotherapie oder eine kombinierte Behandlung.


