Die RLA wird bei Hodentumoren eingesetzt, wenn Metastasen in den retroperitonealen Lymphknoten vermutet oder nachgewiesen werden – entweder primär zur Vermeidung einer Chemotherapie oder sekundär nach einer Chemotherapie zur Entfernung verbliebener Tumorreste (sog. Residuen).
Wenn möglich, führen wir die RLA nervenschonend durch. Dadurch kann die Ejakulationsfähigkeit – und damit auch die Fruchtbarkeit – erhalten bleiben. Besonders bei jungen Männern mit Kinderwunsch wird diese Form der Operation bevorzugt eingesetzt. Die Entscheidung wird immer individuell im Tumorboard getroffen.
Die RLA dauert je nach Befund etwa 3 bis 5 Stunden. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel 4 bis 5 Tage. Bereits am ersten Tag nach dem Eingriff beginnen wir mit einer behutsamen Mobilisation, begleitet durch unser Pflege- und Physioteam.
Nach der Operation erfolgt eine strukturierte Nachsorge – je nach Tumorstadium und Befund. Die Entscheidung über weitere Schritte (z. B. Beobachtung, ergänzende Therapie oder Reha) wird im interdisziplinären Tumorboard getroffen. Unser Sozialdienst unterstützt bei allen organisatorischen Fragen rund um Nachbehandlung, Arbeitsunfähigkeit oder Rehabilitationsmaßnahmen.


