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SCHNELLAUSWAHL

Retroperitoneale Lymphadenektomie

Gezielte chirurgische Entfernung von Lymphknotenmetastasen bei Hodentumoren

Retroperitoneale Lymphadenektomie Operateur an Da Vinci Konsole

RLA bei Hodentumoren

Präzise Tumorchirurgie mit maximaler Schonung

Die retroperitoneale Lymphadenektomie (RLA) ist ein zentraler Bestandteil der chirurgischen Therapie bei Hodentumorerkrankungen mit Metastasierung in die retroperitonealen Lymphknoten. Der Eingriff wird sowohl primär bei nicht-seminomatösen Keimzelltumoren mit Lymphknotenbefall als auch sekundär nach Chemotherapie zur Entfernung verbliebener Tumorreste (sog. Residuen) durchgeführt.

In unserer urologischen Fachklinik bieten wir die RLA – wann immer medizinisch vertretbar – robotisch-assistiert und minimalinvasiv an. Dies ermöglicht eine besonders präzise, gewebeschonende und funktionserhaltende Operation, die gleichzeitig mit einer schnelleren Erholung verbunden ist.

Robotisch-assistierte RLA –
moderne Technik für maximale Präzision

Dank des Da-Vinci®-Systems kann die retroperitoneale Lymphadenektomie über kleine Hautschnitte durchgeführt werden. Die dreidimensionale hochauflösende Sicht, die extreme Beweglichkeit der Instrumente und die Vergrößerung des OP-Feldes ermöglichen es unseren erfahrenen Operateur:innen, selbst feinste Strukturen sicher zu identifizieren und zu erhalten – insbesondere die Nerven, die für Ejakulationsfähigkeit und Fruchtbarkeit eine Rolle spielen.
Intuitive DaVinci Closeup
Gerade bei jungen Männern mit Kinderwunsch kann so eine nervenschonende, funktionserhaltende Operation ermöglicht werden – ohne Kompromisse bei der onkologischen Sicherheit.

Wann ist die RLA erforderlich?

Die retroperitoneale Lymphadenektomie kommt insbesondere in folgenden Situationen zum Einsatz:
  • Primär bei metastasierten nicht-seminomatösen Keimzelltumoren, wenn z. B. eine Chemotherapie vermieden oder hinausgezögert werden soll
  • Sekundär nach Chemotherapie, bei persistierenden Lymphknotenvergrößerungen oder Residualtumoren, um verbliebene Tumorzellen vollständig zu entfernen
  • Bei unklaren retroperitonealen Befunden, die diagnostisch und therapeutisch abgeklärt werden müssen

Eingebunden in ein interdisziplinäres Therapiekonzept

Alle Patienten mit metastasiertem Hodentumor werden in unserer Klinik im interdisziplinären Tumorboard besprochen. Die Entscheidung zur RLA erfolgt im Rahmen eines ganzheitlichen Behandlungsplans, abgestimmt zwischen Urologie, Onkologie, Radiologie und Pathologie – und stets auf Basis aktueller internationaler Leitlinien.

Ablauf des Eingriffs

Die Operation erfolgt in Vollnarkose und dauert je nach Befund und Komplexität etwa 3 bis 5 Stunden. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel 4-5 Tage. Bereits am ersten Tag nach der Operation erfolgt eine behutsame Mobilisation, unterstützt durch unsere spezialisierten Pflege- und Physioteams.

Unser Sozialdienst begleitet Sie bei Bedarf bei der Organisation einer Anschlussheilbehandlung, klärt Fragen zu Arbeitsunfähigkeit, Krankengeld oder weiterer häuslicher Unterstützung.

Ihre Vorteile bei der RLA in unserer Klinik:

  • Minimalinvasive, robotisch-assistierte Technik mit reduzierter Belastung und schnellerer Erholung
  • Präzise, nervenschonende Operation mit Erhalt der Ejakulationsfähigkeit, wenn möglich
  • Langjährige Erfahrung und hohe Fallzahlen in der Behandlung von Hodentumoren
  • Interdisziplinäre Tumorboardanbindung und leitliniengerechtes Vorgehen
  • Strukturierte Nachsorge und enge Begleitung durch ein erfahrenes Team
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann ist eine retroperitoneale Lymphadenektomie (RLA) notwendig?

Die RLA wird bei Hodentumoren eingesetzt, wenn Metastasen in den retroperitonealen Lymphknoten vermutet oder nachgewiesen werden – entweder primär zur Vermeidung einer Chemotherapie oder sekundär nach einer Chemotherapie zur Entfernung verbliebener Tumorreste (sog. Residuen).

Beeinträchtigt die Operation meine Fruchtbarkeit oder Ejakulation?

Wenn möglich, führen wir die RLA nervenschonend durch. Dadurch kann die Ejakulationsfähigkeit – und damit auch die Fruchtbarkeit – erhalten bleiben. Besonders bei jungen Männern mit Kinderwunsch wird diese Form der Operation bevorzugt eingesetzt. Die Entscheidung wird immer individuell im Tumorboard getroffen.

Wie lange dauert die Operation und wie lange bleibe ich in der Klinik?

Die RLA dauert je nach Befund etwa 3 bis 5 Stunden. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel 4 bis 5 Tage. Bereits am ersten Tag nach dem Eingriff beginnen wir mit einer behutsamen Mobilisation, begleitet durch unser Pflege- und Physioteam.

Was passiert nach der RLA?

Nach der Operation erfolgt eine strukturierte Nachsorge – je nach Tumorstadium und Befund. Die Entscheidung über weitere Schritte (z. B. Beobachtung, ergänzende Therapie oder Reha) wird im interdisziplinären Tumorboard getroffen. Unser Sozialdienst unterstützt bei allen organisatorischen Fragen rund um Nachbehandlung, Arbeitsunfähigkeit oder Rehabilitationsmaßnahmen.

Kontakt

Sprechstundentermine Ambulanz

Tel.: +49 (0) 89 856 93 - 2132
Tel.: +49 (0) 89 856 93 - 2133
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Sie erreichen uns telefonisch:
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Fr
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