Blasenkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Harntrakts. Männer sind etwa dreimal häufiger betroffen als Frauen. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Alter, insbesondere ab dem 50. Lebensjahr.
Das häufigste Warnzeichen ist Blut im Urin (Hämaturie) – manchmal sichtbar, manchmal nur im Labor nachweisbar. Weitere mögliche Symptome sind Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang oder Schmerzen im Unterbauch. Diese Beschwerden sind unspezifisch, sollten aber immer urologisch abgeklärt werden.
Die wichtigste Untersuchung ist die Zystoskopie (Blasenspiegelung). Dabei kann der Urologe die Blasenschleimhaut direkt beurteilen und Gewebeproben entnehmen. Ergänzend werden Urinuntersuchungen auf Tumorzellen sowie bildgebende Verfahren (Ultraschall, CT, MRT) eingesetzt.
Das hängt vom Tumorstadium ab. Nicht-muskelinvasive Tumoren sind in der Regel gut behandelbar und werden häufig vollständig entfernt. Muskelinvasive oder fortgeschrittene Formen erfordern eine intensivere Therapie, können aber bei frühzeitiger Diagnose ebenfalls erfolgreich behandelt werden.
Wird Blasenkrebs im Frühstadium erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Nach einer erfolgreichen Behandlung sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig, da es in manchen Fällen zu Rückfällen (Rezidiven) kommen kann. Falls der Tumor schon Absiedlungen (Metastasen) gebildet hat, ist eine vollständige Heilung meist nicht mehr möglich. Hier helfen modere Immun und Antikörpertherapien das Leben zu verlängern und die Lebensqualität zu erhalten.
Nach einer radikalen Zystektomie wird der Urin über eine neue Harnableitung ausgeschieden – entweder über eine Neoblase (künstliche Blase aus Darmgewebe), ein Urostoma (Ileum-Conduit) oder andere individuell angepasste Lösungen (z.b. Nabelpouch). Welche Methode gewählt wird, hängt von der persönlichen Situation und den anatomischen Voraussetzungen ab.
Der wichtigste Schritt ist der Verzicht auf Rauchen, da Tabakrauch der größte Risikofaktor ist. Zudem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige urologische Kontrollen geachtet werden – vor allem bei Risikopatienten.
Wenn Sie Blut im Urin bemerken – egal ob einmalig oder wiederholt – sollten Sie sofort eine urologische Untersuchung durchführen lassen. Auch anhaltender Harndrang, Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen sind Warnsignale, die abgeklärt werden sollten.


