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SCHNELLAUSWAHL

Blasenkrebs

Symptome & Krankheitsbild

Harnblasenkrebs ist eine bösartige Erkrankung der Harnblase, bei der sich Zellen der Blasenschleimhaut unkontrolliert vermehren und Tumore bilden. Die Erkrankung tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf und betrifft vor allem Menschen ab dem 50. Lebensjahr.

Die Harnblase dient als Speicherorgan für den Urin und ist von einer speziellen Schleimhaut, dem Urothel, ausgekleidet. Verändern sich die Zellen dieser Schleimhaut krankhaft, können sich Geschwülste entwickeln, die zunächst auf die Blasenschleimhaut begrenzt sind. In fortgeschrittenen Stadien kann der Tumor in die Blasenmuskulatur oder umliegendes Gewebe einwachsen und sich über die Lymph- oder Blutbahn ausbreiten.
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Im frühen Stadium verläuft Blasenkrebs häufig ohne Schmerzen oder deutliche Beschwerden. Das wichtigste Warnzeichen ist Blut im Urin (Hämaturie) – manchmal sichtbar, manchmal nur im Labor nachweisbar. Weitere mögliche Symptome sind häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Beckenbereich oder wiederkehrende Harnwegsinfekte.

Da diese Beschwerden auch bei harmloseren Erkrankungen wie Blasenentzündungen auftreten können, ist eine frühe urologische Abklärung besonders wichtig.

Ursachen & Risikofaktoren

Die genauen Ursachen von Blasenkrebs sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch bekannte Risikofaktoren, die die Entstehung der Erkrankung begünstigen können:
  • Rauchen: Der wichtigste Risikofaktor. Tabakrauch enthält Substanzen, die über den Urin ausgeschieden werden und die Blasenschleimhaut schädigen.
  • Chemische Stoffe: Langjährige berufliche Belastung mit bestimmten Farbstoffen, Lösungsmitteln oder Ölderivaten kann das Risiko erhöhen.
  • Chronische Reizungen: Wiederkehrende Entzündungen oder Dauerkatheter können die Schleimhaut langfristig verändern.
  • Alter und Geschlecht: Männer sind häufiger betroffen, vor allem im höheren Lebensalter.
  • Familiäre und genetische Faktoren: Eine familiäre Häufung kann das Erkrankungsrisiko leicht erhöhen.
Blasenkarzinom Icon
Ein gesunder Lebensstil mit Verzicht auf Nikotin und ausreichender Flüssigkeitszufuhr kann helfen, das Risiko zu senken. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Urologen ermöglichen eine frühzeitige Erkennung und damit bessere Heilungschancen.

Symptome & Warnzeichen

Im Anfangsstadium bleibt Blasenkrebs meist lange symptomlos. Erst wenn der Tumor größer wird oder tiefer in die Blasenwand einwächst, treten spürbare Beschwerden auf.

Typische Anzeichen können sein:

  • Blut im Urin (sichtbar oder mikroskopisch nachweisbar)
  • Häufiger oder nächtlicher Harndrang
  • Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen
  • Gefühl unvollständiger Blasenentleerung
  • Schmerzen im Unterbauch, Beckenbereich oder Rücken

Diese Symptome bedeuten nicht automatisch, dass ein Tumor vorliegt – sie sollten jedoch immer urologisch abgeklärt werden, insbesondere bei wiederholtem Auftreten von Blut im Urin.

Leistungsspektrum

Icon Diagnostik

Früherkennung & Diagnostik

Zur sicheren Diagnose von Blasenkrebs stehen heute mehrere moderne Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Sie ermöglichen eine genaue Beurteilung des Tumors, seiner Lage und Ausdehnung:
  • Zystoskopie (Blasenspiegelung): Mit einem dünnen und biegsamen Endoskop wird die Blasenschleimhaut direkt betrachtet. Auffällige Areale können direkt biopsiert werden. Die Blasenspieglung findet in der Regel ambulant und in Lokalanästhesie statt. Dazu wird ein spezielles Gel in die Harnröhre eingefügt und diese so betäubt.
  • Urinzytologie und Biomarker: Mikroskopische Analyse des Urins auf Tumorzellen, ergänzt durch spezifische Marker für Urothelveränderungen.
  • Ultraschall, CT oder MRT: Bildgebende Verfahren helfen, die Ausbreitung des Tumors und mögliche Metastasen zu erkennen.
Diese Kombination aus visueller, zytologischer und bildgebender Diagnostik ermöglicht eine präzise Einschätzung, ob ein Tumor vorliegt und wie aggressiv er ist.
Icon Behandlungsweg

Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie richtet sich nach dem Stadium und der Eindringtiefe des Tumors in die Blasenwand. In der Urologischen Klinik München-Planegg und in dem Uroonkololgischen Zentrum Planegg bieten wir das gesamte Spektrum moderner Behandlungsmethoden an – von der minimal-invasiven TUR-B über die radikale Zystektomie bis hin zu systemischen und strahlentherapeutischen Verfahren. Jede Therapie wird individuell geplant und interdisziplinär abgestimmt.
Icon Zweitmeinung

Zweitmeinung & persönliche Beratung

Eine Blasenkrebsdiagnose ist für Betroffene oft belastend. Eine fundierte Zweitmeinung hilft, die eigene Situation besser zu verstehen und eine sichere Entscheidung zu treffen. In der Urologischen Klinik München-Planegg nehmen wir uns Zeit, Ihre Befunde im Detail zu besprechen, Therapieoptionen zu erläutern und gemeinsam den besten Weg festzulegen.
Icon Psychoonkologie

Expertenteam für Blasenkrebs

Unser erfahrenes Team begleitet Sie von der ersten Diagnose über die Behandlung bis zur Nachsorge – kompetent, menschlich und individuell. Wir setzen auf modernste Technik, höchste Präzision und eine enge persönliche Betreuung, um Ihre Lebensqualität bestmöglich zu erhalten.

Interdisziplinäre Betreuung im Uroonkologischen Zentrum

Die Behandlung von Blasenkrebs erfordert die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Im Uroonkologischen Zentrum München-Planegg arbeiten Urologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen eng zusammen. In regelmäßigen Tumorboards werden alle Fälle individuell besprochen, um eine Therapieempfehlung nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu treffen.
Tumorkonferenz Uroonkologisches Zentrum
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie häufig ist Blasenkrebs?

Blasenkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Harntrakts. Männer sind etwa dreimal häufiger betroffen als Frauen. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Alter, insbesondere ab dem 50. Lebensjahr.

Welche Symptome können auf Blasenkrebs hinweisen?

Das häufigste Warnzeichen ist Blut im Urin (Hämaturie) – manchmal sichtbar, manchmal nur im Labor nachweisbar. Weitere mögliche Symptome sind Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang oder Schmerzen im Unterbauch. Diese Beschwerden sind unspezifisch, sollten aber immer urologisch abgeklärt werden.

Wie wird Blasenkrebs festgestellt?

Die wichtigste Untersuchung ist die Zystoskopie (Blasenspiegelung). Dabei kann der Urologe die Blasenschleimhaut direkt beurteilen und Gewebeproben entnehmen. Ergänzend werden Urinuntersuchungen auf Tumorzellen sowie bildgebende Verfahren (Ultraschall, CT, MRT) eingesetzt.

Wie gefährlich ist Blasenkrebs?

Das hängt vom Tumorstadium ab. Nicht-muskelinvasive Tumoren sind in der Regel gut behandelbar und werden häufig vollständig entfernt. Muskelinvasive oder fortgeschrittene Formen erfordern eine intensivere Therapie, können aber bei frühzeitiger Diagnose ebenfalls erfolgreich behandelt werden.

Wie stehen die Heilungschancen bei Blasenkrebs?

Wird Blasenkrebs im Frühstadium erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Nach einer erfolgreichen Behandlung sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig, da es in manchen Fällen zu Rückfällen (Rezidiven) kommen kann. Falls der Tumor schon Absiedlungen (Metastasen) gebildet hat, ist eine vollständige Heilung meist nicht mehr möglich. Hier helfen modere Immun und Antikörpertherapien das Leben zu verlängern und die Lebensqualität zu erhalten.

Was passiert nach der Entfernung der Blase?

Nach einer radikalen Zystektomie wird der Urin über eine neue Harnableitung ausgeschieden – entweder über eine Neoblase (künstliche Blase aus Darmgewebe), ein Urostoma (Ileum-Conduit) oder andere individuell angepasste Lösungen (z.b. Nabelpouch). Welche Methode gewählt wird, hängt von der persönlichen Situation und den anatomischen Voraussetzungen ab.

Wie kann ich Blasenkrebs vorbeugen?

Der wichtigste Schritt ist der Verzicht auf Rauchen, da Tabakrauch der größte Risikofaktor ist. Zudem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige urologische Kontrollen geachtet werden – vor allem bei Risikopatienten.

Wann sollte ich zum Urologen gehen?

Wenn Sie Blut im Urin bemerken – egal ob einmalig oder wiederholt – sollten Sie sofort eine urologische Untersuchung durchführen lassen. Auch anhaltender Harndrang, Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen sind Warnsignale, die abgeklärt werden sollten.

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