Die Therapie richtet sich u. a. nach Tumorart, Größe, Lage und Ausdehnung, Ihrer Nierenfunktion und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand. Wichtig sind auch Ihre persönlichen Ziele (z. B. Organerhalt, Belastbarkeit, Alltag). Die Entscheidung erfolgt nach ausführlicher Beratung und – bei Bedarf – im interdisziplinären Tumorboard.
Nicht immer. Bei kleinen, langsam wachsenden Tumoren kann eine aktive Überwachung (Active Surveillance) sinnvoll sein. Dabei erfolgen regelmäßige bildgebende Kontrollen, um Veränderungen früh zu erkennen und bei Bedarf rechtzeitig zu behandeln.
Dabei wird nur der Tumor entfernt, die Niere bleibt weitgehend erhalten. Das ist oft bei Tumoren möglich, die auf die Niere begrenzt sind (häufig bis ca. 7 cm, abhängig von Lage und Befund). Ziel ist, die Nierenfunktion bestmöglich zu erhalten, ohne Kompromisse bei der Tumorsicherheit.
Eine radikale Nephrektomie bedeutet die Entfernung der gesamten Niere. Sie kann nötig sein bei größeren Tumoren, ungünstiger Lage oder komplexen Befunden, wenn ein organerhaltendes Vorgehen medizinisch nicht sinnvoll oder nicht sicher möglich ist.
Bei lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Erkrankungen können systemische Therapien sinnvoll sein (z. B. Immun- oder zielgerichtete Therapie). Die Auswahl erfolgt interdisziplinär, abhängig von Tumorbiologie, Ausdehnung und individuellen Faktoren. Ziel ist eine bestmögliche Krankheitskontrolle.


