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SCHNELLAUSWAHL

Was sind Nierentumoren?

Überblick und Einordnung

Nierentumoren umfassen gutartige und bösartige Neubildungen der Niere. Sie können aus dem eigentlichen Nierengewebe oder aus der Schleimhaut des Nierenbeckens entstehen.

Der häufigste bösartige Nierentumor ist das Nierenzellkarzinom (umgangssprachlich „Nierenkrebs“). Daneben kommen Urothelkarzinome des Nierenbeckens vor, die sich biologisch und therapeutisch deutlich unterscheiden. Außerdem gibt es gutartige Nierentumoren wie Onkozytome oder Angiomyolipome, die häufig keiner sofortigen Behandlung bedürfen.

Nierentumoren treten überwiegend im höheren Lebensalter auf und verursachen lange Zeit keine Beschwerden. Dank moderner Bildgebung werden sie heute häufig zufällig und in frühen Stadien entdeckt.

Aufgaben der Nieren

Die Nieren sind lebenswichtige Organe. Sie filtern Abfallstoffe aus dem Blut, regulieren den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt und beeinflussen Blutdruck und Hormonhaushalt. Ziel der Behandlung von Nierentumoren ist daher nicht nur die vollständige Tumorentfernung, sondern – wann immer möglich – der Erhalt von funktionsfähigem Nierengewebe.

Arten von Nierentumoren

  • Nierenzellkarzinom
    häufigster bösartiger Tumor der Niere
  • Urothelkarzinom des Nierenbeckens
    Schleimhauttumor mit anderer Behandlungsstrategie
  • Onkozytom
    gutartiger Nierentumor
  • Angiomyolipom
    gutartige Nierenveränderung

Ursachen & Risikofaktoren

Die Entstehung von Nierentumoren ist nicht vollständig geklärt. Bekannte Risikofaktoren sind Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, bestimmte Schmerzmittel sowie seltene genetische Erkrankungen. Ein gesunder Lebensstil kann das Erkrankungsrisiko senken.
Nierentumoren Icon

Symptome & Warnzeichen

Viele Nierentumoren verursachen zunächst keine Beschwerden.

Mögliche Symptome sind:

  • Blut im Urin
  • Flanken- oder Rückenschmerzen
  • tastbare Raumforderung
  • Gewichtsverlust, Müdigkeit oder Fieber unklarer Ursache

Diese Symptome sollten immer urologisch abgeklärt werden.

Leistungsspektrum

Icon Diagnostik

Diagnostik

Eine präzise Diagnostik ist entscheidend für die Therapieplanung. In der Urologischen Klinik München-Planegg kommen moderne Verfahren zum Einsatz:
  • Ultraschall und CT zur Erstdiagnose und Stadieneinteilung
  • MRT zur genauen Charakterisierung und Operationsplanung
  • Endoskopische Untersuchungen (URS) bei Verdacht auf Schleimhauttumoren des Nierenbeckens
Icon Behandlungsweg

Behandlungsmöglichkeiten

Operative Therapie – unser Schwerpunkt

Die Operation ist die wichtigste Behandlung bei den meisten Nierentumoren. Die Urologische Klinik München-Planegg verfügt über besondere Expertise in der minimal-invasiven, robotisch-assistierten Nierentumorchirurgie.
  • Robotisch-assistierte Nierenteilresektion mit dem Ziel des maximalen Organerhalts
  • Robotisch-assistierte Nierenentfernung, wenn ein organerhaltendes Vorgehen nicht möglich ist
  • Leitliniengerechte operative Therapie bei Urothelkarzinomen des Nierenbeckens
Die robotische Chirurgie ermöglicht höchste Präzision, geringeren Blutverlust, weniger Schmerzen und eine schnellere Erholung.

Behandlung bei fortgeschrittener Erkrankung

Auch bei lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Nierentumoren stehen heute wirksame Therapien zur Verfügung. Im Uroonkologischen Zentrum München-Planegg werden diese Patientinnen und Patienten interdisziplinär betreut. Therapieentscheidungen erfolgen im Tumorboard, moderne Systemtherapien wie Immun- oder zielgerichtete Therapien können in der uroonkologischen Tagesklinik strukturiert und wohnortnah durchgeführt werden.
Icon Zweitmeinung

Zweitmeinung & persönliche Beratung

Eine Zweitmeinung kann helfen, die richtige Therapieentscheidung zu treffen – insbesondere bei komplexen oder fortgeschrittenen Erkrankungen. Wir nehmen uns Zeit für eine ausführliche Beratung und entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept.
Icon Expertenteam

Expertenteam für Nierentumoren

Unser erfahrenes Team begleitet Sie persönlich und kompetent durch alle Phasen der Erkrankung. Besonderen Wert legen wir auf moderne operative Verfahren, kurze Wege und eine Betreuung, die medizinische Qualität und Lebensqualität verbindet.

Interdisziplinäre Betreuung im Uroonkologischen Zentrum

Im Uroonkologischen Zentrum München-Planegg arbeiten Urologie, Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie und Pathologie eng zusammen. So erhalten Patientinnen und Patienten eine leitliniengerechte, individuell abgestimmte Behandlung – von der Diagnose bis zur Nachsorge.
Interdisziplinäres Team aus 4 Ärzt:innen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie häufig ist Nierenkrebs?

Nierenkrebs gehört zu den eher seltenen Tumorerkrankungen, macht aber etwa 2 bis 3 % aller Krebserkrankungen aus.In Deutschland erkranken jährlich rund 15.000 Menschen, Männer etwas häufiger als Frauen. Dank moderner Bildgebung wird Nierenkrebs heute oft zufällig und in frühen Stadien entdeckt – mit entsprechend guten Heilungschancen.

Welche Symptome können auf Nierenkrebs hinweisen?

Im Frühstadium verursacht Nierenkrebs meist keine Beschwerden. Mögliche Warnzeichen sind Blut im Urin, Flankenschmerzen, ein tastbarer Tumor, unerklärlicher Gewichtsverlust oder Müdigkeit. Auch Fieber oder Blutarmut können auftreten. Da diese Symptome auch andere Ursachen haben können, ist eine urologische Abklärung immer empfehlenswert.

Wie wird Nierenkrebs festgestellt?

Die Diagnose erfolgt meist durch Ultraschall oder Computertomographie (CT), häufig als Zufallsbefund. Zur genauen Beurteilung der Tumorausdehnung kommen MRT-Untersuchungen und in bestimmten Fällen endoskopische Verfahren (URS) hinzu. Anhand dieser Ergebnisse lässt sich das Tumorstadium bestimmen und die optimale Therapie planen.

Wie wird Nierenkrebs behandelt?

Die wichtigste Behandlung ist die operative Entfernung des Tumors – entweder organerhaltend (Teilresektion) oder durch Entfernung der gesamten Niere. Bei fortgeschrittenen Erkrankungen kommen zielgerichtete Medikamente oder Immuntherapien zum Einsatz. Welche Methode im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet das interdisziplinäre Tumorboard gemeinsam mit dem Patienten.

Wie stehen die Heilungschancen bei Nierenkrebs?

Wird Nierenkrebs früh erkannt und vollständig entfernt, sind die Heilungschancen sehr gut. Bei lokal begrenzten Tumoren liegt die Langzeitüberlebensrate bei über 80–90 %. Auch bei fortgeschrittenen Stadien können moderne Therapien das Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamen.

Kann man Nierenkrebs vorbeugen?

Eine gezielte Vorbeugung ist nicht möglich, doch ein gesunder Lebensstil kann das Risiko deutlich senken: Verzicht auf Rauchen, regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und die Behandlung von Bluthochdruck oder Übergewicht sind wichtige Schutzfaktoren. Zudem sollten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Urologen wahrgenommen werden, besonders bei familiärer Vorbelastung.

Kontakt

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