Die LDR-Brachytherapie ist eine schonende Form der inneren Bestrahlung. Dabei werden dauerhaft kleine radioaktive Strahlenquellen („Seeds“) direkt in die Prostata eingesetzt, um das Tumorgewebe gezielt und hochwirksam zu bestrahlen – mit minimaler Belastung für umliegendes Gewebe.
Geeignet ist die LDR-Brachytherapie vor allem für Männer mit einem Prostatakarzinom niedrigen oder günstig intermediären Risikos – insbesondere, wenn eine aktive Therapie einer Überwachung vorgezogen wird. Auch bei ausgewählten Hochrisikopatienten ist sie in Kombination mit externer Bestrahlung möglich.
Die Behandlung erfolgt ambulant oder mit kurzem Klinikaufenthalt unter Kurznarkose. Der Eingriff dauert 60–90 Minuten. Ein Blasenkatheter ist in der Regel nicht nötig, und die meisten Patienten können noch am selben oder am nächsten Tag nach Hause gehen.
Die Brachytherapie wirkt dauerhaft und lokal präzise – mit sehr guten Langzeitergebnissen, hoher Wahrscheinlichkeit für Organerhalt sowie einer geringen Rate an Nebenwirkungen. Kontinenz und Potenz bleiben in den meisten Fällen erhalten.
Die Therapieentscheidung erfolgt in einem interdisziplinären Tumorboard mit Expert:innen aus Urologie, Strahlentherapie, Radiologie und Onkologie. Im Anschluss besprechen wir alle Optionen in einem persönlichen Beratungsgespräch – individuell auf Ihre Situation abgestimmt.


