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SCHNELLAUSWAHL

LDR-Brachytherapie

Schonende, ambulante Strahlentherapie bei günstigem bis ausgewähltem Hochrisiko-Prostatakarzinom

Die Low-Dose-Rate (LDR)-Brachytherapie ist ein etabliertes, minimalinvasives Therapieverfahren zur gezielten Behandlung des niedrig- bis günstig intermediär-riskanten Prostatakarzinoms. In unserer Fachklinik bieten wir dieses Verfahren ambulant in enger Zusammenarbeit mit der Strahlentherapie an – präzise, individuell geplant und mit sehr guten Langzeitergebnissen.

Ziel ist es, den Tumor hochwirksam lokal zu behandeln, dabei aber Kontinenz, Potenz und Lebensqualität möglichst zu erhalten.

Präzise Strahlung von innen –
dauerhaft wirksam

Bei der LDR-Brachytherapie werden unter Kurznarkose kleine radioaktive Iod-125-Strahlenquellen ("Seeds") dauerhaft in das Prostatagewebe eingebracht. Diese geben über Wochen hinweg eine kontinuierliche Strahlung direkt in das Tumorgewebe ab, wobei das gesunde umliegende Gewebe maximal geschont wird.

Die exakte Positionierung der Seeds erfolgt unter Verwendung moderner bildgestützter Planung (Ultraschall und CT). So kann die Strahlendosis präzise in der Prostata konzentriert und eine sehr hohe Effektivität erreicht werden – bei gleichzeitig geringen Nebenwirkungen.
Brachytherapie Seeds 3D Darstellung

Ambulant –
mit kurzer Erholungszeit

Der Eingriff dauert etwa 60 bis 90 Minuten und erfolgt in Kurznarkose. Meist wird die Behandlung ambulant durchgeführt, bei Bedarf ist ein kurzer stationärer Aufenthalt möglich. Patient:innen können in der Regel am selben Tag oder am Folgetag entlassen werden.

Ein Blasenkatheter ist nicht notwendig. Die Erholungszeit ist kurz, die meisten Patienten sind rasch wieder alltagstauglich.
Option bei Therapiewunsch trotz aktiver Überwachungsmöglichkeit

Die LDR-Brachytherapie eignet sich insbesondere für Männer mit:

  • niedrigem Risiko (Low Risk) oder
  • günstigem intermediären Risiko (favorable Intermediate Risk)

die sich trotz der Möglichkeit einer aktiven Überwachung bewusst für eine aktive Therapieform entscheiden möchten. In dieser Situation stellt die Brachytherapie eine besonders schonende und zugleich effektive Behandlungsoption dar.

Auch bei Hochrisiko-Tumoren –
in Kombination mit externer Strahlentherapie

Bei ausgewählten Patient:innen mit hochrisikobehaftetem Prostatakarzinom kann die LDR-Brachytherapie auch in Kombination mit einer externen Bestrahlung (EBRT) eingesetzt werden. Dabei dient die Brachytherapie dazu, die Strahlendosis gezielt im Tumorzentrum zu intensivieren, während die externe Bestrahlung das umgebende Gewebe mitbehandelt. Dieses Konzept kann die lokale Kontrolle verbessern, ohne die Nebenwirkungsrate wesentlich zu erhöhen.
Radiologie Büro mir Computerbildschirm

Interdisziplinäre Entscheidung und individuelle Beratung

Wie alle Therapien erfolgt auch die Indikationsstellung zur Brachytherapie im interdisziplinären Tumorboard – mit Beteiligung von Urologie, Strahlentherapie, Radiologie und Onkologie. Dabei werden alle therapeutischen Optionen besprochen und individuell gewichtet – auf Basis aktueller Leitlinien und persönlicher Präferenzen.

Die Entscheidung für eine Brachytherapie wird im Anschluss in einem persönlichen Beratungsgespräch in unserer Spezialsprechstunde gemeinsam vorbereitet.

Ihre Vorteile bei der LDR-Brachytherapie in unserer Klinik:

  • Ambulanter, minimalinvasiver Eingriff mit kurzer Erholungszeit
  • Dauerhafte, lokal konzentrierte Strahlentherapie mit hoher Präzision
  • Sehr gute Langzeitergebnisse bei niedrigem und günstig intermediärem Risiko
  • Behandlungsoption bei Therapiewunsch trotz Überwachungsmöglichkeit
  • Kombinationsmöglichkeit mit externer Bestrahlung bei ausgewählten Hochrisikopatienten
  • Organerhaltend – mit hoher Kontinenz- und Potenzerhaltungsrate
  • Individuelle Therapieentscheidung im Tumorboard, persönliche Begleitung durch erfahrene Spezialist:innen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist die LDR-Brachytherapie der Prostata?

Die LDR-Brachytherapie ist eine schonende Form der inneren Bestrahlung. Dabei werden dauerhaft kleine radioaktive Strahlenquellen („Seeds“) direkt in die Prostata eingesetzt, um das Tumorgewebe gezielt und hochwirksam zu bestrahlen – mit minimaler Belastung für umliegendes Gewebe.

Für welche Patienten eignet sich die Brachytherapie besonders?

Geeignet ist die LDR-Brachytherapie vor allem für Männer mit einem Prostatakarzinom niedrigen oder günstig intermediären Risikos – insbesondere, wenn eine aktive Therapie einer Überwachung vorgezogen wird. Auch bei ausgewählten Hochrisikopatienten ist sie in Kombination mit externer Bestrahlung möglich.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die Behandlung erfolgt ambulant oder mit kurzem Klinikaufenthalt unter Kurznarkose. Der Eingriff dauert 60–90 Minuten. Ein Blasenkatheter ist in der Regel nicht nötig, und die meisten Patienten können noch am selben oder am nächsten Tag nach Hause gehen.

Welche Vorteile bietet die Brachytherapie gegenüber anderen Verfahren?

Die Brachytherapie wirkt dauerhaft und lokal präzise – mit sehr guten Langzeitergebnissen, hoher Wahrscheinlichkeit für Organerhalt sowie einer geringen Rate an Nebenwirkungen. Kontinenz und Potenz bleiben in den meisten Fällen erhalten.

Wie wird entschieden, ob die Brachytherapie für mich geeignet ist?

Die Therapieentscheidung erfolgt in einem interdisziplinären Tumorboard mit Expert:innen aus Urologie, Strahlentherapie, Radiologie und Onkologie. Im Anschluss besprechen wir alle Optionen in einem persönlichen Beratungsgespräch – individuell auf Ihre Situation abgestimmt.

Kontakt

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Tel.: +49 (0) 89 856 93 - 2132
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