Behandlung von Blasenfunktionsstörungen
Individuell abgestimmt. Schrittweise aufgebaut. Wissenschaftlich fundiert.
Blasenfunktionsstörungen
Behandlungsmethoden im Überblick
Die Behandlung von Blasenfunktionsstörungen richtet sich nach Ursache, Schwere und individueller Lebenssituation. Ziel ist es, die Kontrolle über die Blasenfunktion wiederherzustellen, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
In der Urologischen Klinik München-Planegg setzen wir auf ein strukturiertes, mehrstufiges Behandlungskonzept – von konservativen Maßnahmen bis zu modernen operativen Verfahren. Jede Therapieentscheidung wird individuell getroffen – auf Basis präziser Diagnostik, langjähriger Erfahrung und interdisziplinärer Expertise.
In der Urologischen Klinik München-Planegg setzen wir auf ein strukturiertes, mehrstufiges Behandlungskonzept – von konservativen Maßnahmen bis zu modernen operativen Verfahren. Jede Therapieentscheidung wird individuell getroffen – auf Basis präziser Diagnostik, langjähriger Erfahrung und interdisziplinärer Expertise.
Behandlungsmethoden bei Blasenfunktionsstörungen im Vergleich
Je nach Art der Blasenfunktionsstörung kommen unterschiedliche Therapieformen infrage. Häufig werden sie auch kombiniert, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.
| Therapieform | Geeignet für | Vorteile | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Konservative Therapie | Leichte bis mittlere Beschwerden | Schonend, keine medikamentösen Nebenwirkungen | Beckenbodentraining, Blasentraining und physiotherapeutische Unterstützung |
| Medikamentöse Therapie | Überaktive Blase, Dranginkontinenz, Entleerungsstörungen | Wirksam, individuell dosierbar | Tabletten, Tropfen oder Injektionen; regelmäßige Verlaufskontrollen erforderlich |
| Emsella® Pelvic Trainer | Belastungs- und Mischinkontinenz, Beckenbodenschwäche | Nicht-invasiv, schmerzfrei, alltagstauglich | Magnetstimulation zur Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur – Behandlung im Sitzen ohne Entkleiden |
| Botox-Therapie der Blase | Überaktive Blase, therapieresistente Dranginkontinenz | Sehr gute Wirksamkeit, minimalinvasiv | Wirkung über mehrere Monate anhaltend; Therapie wiederholbar |
| Operative Verfahren | Schwere oder anatomisch bedingte Funktionsstörungen | Langfristige Stabilisierung der Blasenfunktion | Bänder, Schließmuskelimplantate, sakrale Neuromodulation oder Harnableitung |
Diese Übersicht zeigt: Die optimale Behandlung hängt von vielen Faktoren ab – sie wird immer individuell geplant und regelmäßig überprüft.
Botox der Harnblase
Bei einer überaktiven Blase oder Dranginkontinenz kann die Injektion von Botulinumtoxin (Botox®) helfen, die Blasenmuskulatur zu beruhigen und den Harndrang deutlich zu reduzieren. Das Verfahren wird minimalinvasiv im Rahmen einer kurzen Blasenspiegelung durchgeführt und ist nahezu schmerzfrei.
Die Wirkung setzt nach wenigen Tagen ein und hält in der Regel 6 bis 9 Monate an. Anschließend kann die Behandlung bei Bedarf wiederholt werden. Botox ist eine bewährte und gut verträgliche Therapieoption, insbesondere wenn Medikamente nicht ausreichend wirksam sind oder nicht vertragen werden.
Die Wirkung setzt nach wenigen Tagen ein und hält in der Regel 6 bis 9 Monate an. Anschließend kann die Behandlung bei Bedarf wiederholt werden. Botox ist eine bewährte und gut verträgliche Therapieoption, insbesondere wenn Medikamente nicht ausreichend wirksam sind oder nicht vertragen werden.
Konservative und verhaltenstherapeutische Maßnahmen
Bei vielen Patientinnen und Patienten können Blasenfunktionsstörungen durch gezieltes Training und Lebensstilanpassung deutlich verbessert werden.
Beckenbodentraining und Physiotherapie stärken die Muskulatur und verbessern die Blasenkontrolle. Blasentraining und Toilettenmanagement helfen, regelmäßige Entleerungsrhythmen wiederherzustellen. Lebensstiländerungen – etwa Reduktion von Koffein, Alkohol und Nikotin – unterstützen den Therapieerfolg
Beckenbodentraining und Physiotherapie stärken die Muskulatur und verbessern die Blasenkontrolle. Blasentraining und Toilettenmanagement helfen, regelmäßige Entleerungsrhythmen wiederherzustellen. Lebensstiländerungen – etwa Reduktion von Koffein, Alkohol und Nikotin – unterstützen den Therapieerfolg
Diese Methoden bilden meist den ersten Schritt jeder Behandlung und werden bei Bedarf mit medikamentösen oder interventionellen Therapien kombiniert.
Emsella Pelvic Trainer
Der Emsella Pelvic Trainer ist ein innovatives, nicht-invasives Verfahren zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur. Während der Behandlung sitzt die Patientin oder der Patient vollständig bekleidet auf einem speziellen elektromagnetischen Stuhl, der intensive Muskelkontraktionen auslöst – vergleichbar mit über 10.000 Beckenbodenübungen in nur 30 Minuten.
Diese Methode eignet sich besonders bei leichter bis mittlerer Inkontinenz, zur Unterstützung nach Operationen oder als begleitende Maßnahme bei konservativer Therapie. Der Emsella Pelvic Trainer kann helfen, die Blasenkontrolle zu verbessern und Rückfällen vorzubeugen – ganz ohne Eingriff oder Ausfallzeit.
Diese Methode eignet sich besonders bei leichter bis mittlerer Inkontinenz, zur Unterstützung nach Operationen oder als begleitende Maßnahme bei konservativer Therapie. Der Emsella Pelvic Trainer kann helfen, die Blasenkontrolle zu verbessern und Rückfällen vorzubeugen – ganz ohne Eingriff oder Ausfallzeit.
Medikamentöse Therapie
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, stehen moderne Medikamente zur Verfügung, die gezielt auf die Blasenmuskulatur oder Nervensteuerung wirken.
Bei Speicherstörungen (z. B. überaktive Blase):
Anticholinergika, Beta-3-Agonisten oder Botulinumtoxin (Botox®) verringern unwillkürliche Blasenkontraktionen.
Bei Entleerungsstörungen (z. B. Harnverhalt):
Alpha-Blocker entspannen die Blasenmuskulatur, während stimulierende Medikamente die Kontraktionskraft verbessern können.
Eine regelmäßige Kontrolle gewährleistet die optimale Dosierung und Verträglichkeit.
Bei Speicherstörungen (z. B. überaktive Blase):
Anticholinergika, Beta-3-Agonisten oder Botulinumtoxin (Botox®) verringern unwillkürliche Blasenkontraktionen.
Bei Entleerungsstörungen (z. B. Harnverhalt):
Alpha-Blocker entspannen die Blasenmuskulatur, während stimulierende Medikamente die Kontraktionskraft verbessern können.
Eine regelmäßige Kontrolle gewährleistet die optimale Dosierung und Verträglichkeit.
Operative und interventionelle Verfahren
Wenn konservative und medikamentöse Maßnahmen nicht ausreichen, können chirurgische Eingriffe notwendig werden:
Inkontinenzoperationen: Bändersysteme, Schließmuskelimplantate oder Injektionen zur Stabilisierung des Blasenverschlusses.
Behandlung von Entleerungsstörungen: Korrektur von Abflussbehinderungen oder Katheterlösungen zur sicheren Entleerung.
Neuromodulation: Elektrische Reizung bestimmter Nerven (z. B. sakral oder tibial) zur Regulation der Blasensteuerung.
Inkontinenzoperationen: Bändersysteme, Schließmuskelimplantate oder Injektionen zur Stabilisierung des Blasenverschlusses.
Behandlung von Entleerungsstörungen: Korrektur von Abflussbehinderungen oder Katheterlösungen zur sicheren Entleerung.
Neuromodulation: Elektrische Reizung bestimmter Nerven (z. B. sakral oder tibial) zur Regulation der Blasensteuerung.
Diese Verfahren werden individuell geplant, um maximale Sicherheit und Funktionserhalt zu gewährleisten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie wird entschieden, welche Therapie für mich die richtige ist?
Die Auswahl erfolgt individuell – nach ausführlicher Diagnostik und Besprechung aller Optionen.
Wie lange wirkt eine Botox-Behandlung?
In der Regel 6 bis 9 Monate. Danach kann sie bei Bedarf problemlos wiederholt werden.
Wann ist eine Operation notwendig?
Wenn konservative oder medikamentöse Behandlungen nicht ausreichend wirken oder anatomische Ursachen vorliegen.
Kann ich nach der Botox-Therapie normal Wasser lassen?
Ja, in den meisten Fällen funktioniert die Entleerung unverändert. Nur selten ist vorübergehend eine Selbstkatheterisierung nötig.
Sind Blasenfunktionsstörungen heilbar?
Je nach Ursache können sie vollständig behoben oder deutlich gelindert werden. Eine frühzeitige und gezielte Behandlung verbessert die Erfolgschancen erheblich.
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