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SCHNELLAUSWAHL

Hodenkarzinom

Behandlungsmethoden im Überblick

Die Behandlung des Hodenkrebses richtet sich nach der Art des Tumors, dem Erkrankungsstadium sowie individuellen Faktoren wie persönliche Lebensumstände. Ziel ist eine onkologisch sichere Therapie bei gleichzeitig bestmöglichem Erhalt von Lebensqualität, Fruchtbarkeit und Hormonfunktion.

In der Urologie Planegg legen wir großen Wert auf eine leitliniengerechte aber auch individuelle Therapieplanung. Auf Basis moderner Diagnostik, langjähriger operativer Erfahrung und interdisziplinärer Zusammenarbeit wird für jeden Patienten ein maßgeschneidertes Behandlungskonzept entwickelt. Alle therapeutischen Entscheidungen werden transparent erläutert und auf Basis der Empfehlung des interdisziplinären Tumorboards gemeinsam getroffen – für maximale Sicherheit und Orientierung in einer belastenden Situation.

Die Behandlung des Hodenkrebses richtet sich nach Tumorart und Krankheitsstadium. An erster Stelle steht meist die operative Entfernung des tumorbefallenen Hodens und dann die weitere Therapie je nach Tumorstadium. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten operativen Behandlungsmethoden, die je nach individueller Situation zum Einsatz kommen.
Methode Geeignet für Ziel der Behandlung Besonderheiten
Orchiektomie (operative Entfernung des betroffenen Hodens) Erster Therapieschritt bei nahezu allen Stadien des Hodenkrebses Entfernung des Primärtumors und sichere histologische Diagnosestellung Zugang über die Leiste; Hormon- und Zeugungsfunktion bleiben bei gesundem Gegenhoden meist erhalten, vorher Kryokonservierung von Spermien möglich
Retroperitoneale Lymphadenektomie (RPLND) Ausgewählte Stadien mit Lymphknotenbefall oder unklarem Resttumor nach Chemotherapie Entfernung befallener Lymphknoten und exakte Stadieneinteilung Hochspezialisierter operativer Eingriff; an der Urologie Planegg, wenn immer möglich, minimal-invasiv durchgeführt
Chemotherapie Fortgeschrittene Stadien oder nachgewiesene Metastasierung Zerstörung verbliebener Tumorzellen und Senkung des Rückfallrisikos Sehr hohe Heilungsraten; Dauer und Umfang sind stadienabhängig
Tumorenukleation des Hodens Kleine unklare Tumoren < 1 cm oder bei Einzelhoden Tumorentfernung unter Erhalt des Hodengewebes Individuelles Therapiekonzept, meist mit intraoperativem Schnellschnitt
Die konkrete Therapieentscheidung erfolgt immer individuell, auf Basis von Tumorart, Stadium, Tumormarkern sowie persönlichen Lebensumständen – und wird im interdisziplinären Tumorboard gemeinsam festgelegt.

Orchiektomie

Die operative Entfernung des betroffenen Hodens (Orchiektomie) ist die zentrale Erstbehandlung bei Hodenkrebs. Sie dient sowohl der sicheren Diagnosestellung als auch der vollständigen Entfernung des Primärtumors. Der Eingriff erfolgt in der Regel über einen kleinen Schnitt in der Leiste und beeinträchtigt die Hormon- und Zeugungsfähigkeit bei gesunden Gegenhoden häufig weniger, als viele Betroffene zunächst vermuten.
Orchiektomie Operation

Retroperitoneale Lymphadenektomie

Bei bestimmten Tumorformen oder fortgeschrittenen Stadien kann eine Entfernung der Lymphknoten im Bauchraum (retroperitoneale Lymphadenektomie) erforderlich sein. Ziel ist es, mögliche Tumorabsiedelungen zu beseitigen und eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Der Eingriff wird individuell geplant und erfolgt in spezialisierten Zentren mit entsprechender operativer Erfahrung.
Retroperitoneale Lymphadenektomie Operateur an Da Vonci Konsole

Zweitmeinung & interdisziplinäre Therapieentscheidung

Gerade beim Hodenkrebs bestehen oft mehrere gleichwertige Behandlungsoptionen. Eine Zweitmeinung kann helfen, Sicherheit zu gewinnen und die individuell passende Therapie zu finden. Alle Fälle werden im interdisziplinären Tumorboard des Uroonkologischen Zentrums München-Planegg besprochen, um eine leitliniengerechte und patientenzentrierte Entscheidung zu treffen.

Uroonkologisches Zentrum

Die Behandlung von Hodenkrebs erfordert häufig eine enge Abstimmung verschiedener Fachdisziplinen. Im Uroonkologischen Zentrum München-Planegg werden alle Therapieoptionen – von der operativen Behandlung bis zu ergänzenden systemischen Verfahren – interdisziplinär geplant. Urologen, Onkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten und Pathologen besprechen jeden Fall gemeinsam im Tumorboard, um eine individuell passende und leitliniengerechte Behandlung zu ermöglichen.
Tumorkoferenz der Urologischen Klinik München-Planegg
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann ist eine Orchiektomie notwendig?

Die operative Entfernung des betroffenen Hodens (Orchiektomie) ist in der Regel der erste und wichtigste Behandlungsschritt bei Hodenkrebs. Sie dient sowohl der sicheren Diagnosesicherung als auch der Tumorkontrolle.

Beeinträchtigt die Orchiektomie die Fruchtbarkeit oder den Hormonhaushalt?

Bei Entfernung nur eines Hodens bleibt die Hormonproduktion des Gegenhodens meist erhalten. Die Fruchtbarkeit kann eingeschränkt sein, ist aber häufig weiterhin möglich. Vor der Behandlung wird bei Bedarf eine Kryokonservierung von Spermien empfohlen.

Was ist eine retroperitoneale Lymphadenektomie und wann wird sie durchgeführt?

Dabei werden Lymphknoten im Bauchraum entfernt, wenn der Verdacht auf eine Ausbreitung des Tumors besteht oder bestimmte Tumorformen vorliegen. Der Eingriff erfolgt in spezialisierten Zentren und wird individuell abgewogen.

Ist eine Chemotherapie immer erforderlich?

Nein. Ob eine Chemotherapie notwendig ist, hängt vom Tumortyp, dem Stadium und den individuellen Risikofaktoren ab. In vielen Fällen reicht eine Operation mit engmaschiger Nachsorge aus.

Welche Rolle spielt das Tumorboard bei der Therapieentscheidung?

Im interdisziplinären Tumorboard werden alle Befunde gemeinsam besprochen. So wird sichergestellt, dass jede Therapieempfehlung leitliniengerecht, individuell und auf dem neuesten Stand der Medizin erfolgt.

Kann ich vor Beginn der Behandlung eine Zweitmeinung einholen?

Ja. Eine Zweitmeinung kann helfen, Sicherheit zu gewinnen und Therapieoptionen besser einzuordnen. Wir unterstützen Sie gerne bei einer umfassenden Zweitmeinungs- und Beratungs¬sprechstunde.

Kontakt

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