Die operative Entfernung des betroffenen Hodens (Orchiektomie) ist in der Regel der erste und wichtigste Behandlungsschritt bei Hodenkrebs. Sie dient sowohl der sicheren Diagnosesicherung als auch der Tumorkontrolle.
Bei Entfernung nur eines Hodens bleibt die Hormonproduktion des Gegenhodens meist erhalten. Die Fruchtbarkeit kann eingeschränkt sein, ist aber häufig weiterhin möglich. Vor der Behandlung wird bei Bedarf eine Kryokonservierung von Spermien empfohlen.
Dabei werden Lymphknoten im Bauchraum entfernt, wenn der Verdacht auf eine Ausbreitung des Tumors besteht oder bestimmte Tumorformen vorliegen. Der Eingriff erfolgt in spezialisierten Zentren und wird individuell abgewogen.
Nein. Ob eine Chemotherapie notwendig ist, hängt vom Tumortyp, dem Stadium und den individuellen Risikofaktoren ab. In vielen Fällen reicht eine Operation mit engmaschiger Nachsorge aus.
Im interdisziplinären Tumorboard werden alle Befunde gemeinsam besprochen. So wird sichergestellt, dass jede Therapieempfehlung leitliniengerecht, individuell und auf dem neuesten Stand der Medizin erfolgt.
Ja. Eine Zweitmeinung kann helfen, Sicherheit zu gewinnen und Therapieoptionen besser einzuordnen. Wir unterstützen Sie gerne bei einer umfassenden Zweitmeinungs- und Beratungs¬sprechstunde.


