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SCHNELLAUSWAHL

Therapieübersicht bei BPH

Behandlungsoptionen bei gutartiger Prostatavergrößerung

Porf. Kriegmair operiert im Zentrum fuer gutartige Prostataerkrankungen

Benigne Prostatahyperplasie (BPH)

Behandlungsmethoden im Überblick

Die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH) richtet sich nach dem Ausmaß der Beschwerden, der Prostatagröße und den persönlichen Bedürfnissen des Patienten. In der Urologie Planegg steht eine breite Palette moderner Verfahren zur Verfügung – von medikamentösen Therapien bis hin zu minimal-invasiven und operativen Techniken.

Ziel ist es, den Harnabfluss zu verbessern, Beschwerden dauerhaft zu lindern und die Lebensqualität wiederherzustellen – mit einem Verfahren, das optimal zu Ihnen passt.

Methode Geeignet für Vorteile Besonderheiten
Medikamentöse Therapie Leichte bis mittelgradige Beschwerden Schonend, keine Operation notwendig Wirkung oft nur bei konsequenter Einnahme, regelmäßige Kontrolle erforderlich
Rezum (Wasserdampftherapie) Mittlere Prostatagrößen, moderate Beschwerden Minimal-invasiv, kurze Erholungszeit, ambulanter Eingriff Nutzung von sterilem Wasserdampf zur gezielten Verkleinerung des Gewebes
HoLEP HoLEP (Laserernukleation) Größere Prostatavolumina, stärkere Beschwerden Sehr präzise, blutungsarm, etwas längere Erholung Entfernung des überschüssigen Gewebes mit modernster Lasertechnik, für jede Prostatagröße geeignet
TUR-P (Transurethrale Resektion der Prostata) Standardverfahren bei kleinen bis mittleren Prostatavolumina Bewährt, sicher, langjährige Erfahrung Entfernung des Gewebes über die Harnröhre mittels Hochfrequenz-Strom, Refferenzverfahren
Offene oder laparoskopische Adenomenukleation Sehr große Prostata (> 150 ml) Entfernen des vergrößerten Gewebes über einen Bauchschnitt Größerer Eingriff, aber mit sehr gutem Langzeitergebnis, Sinnvoll bei Begleiterkrankungen wie Blasensteine oder Divertikeln
*Die Wahl der passenden Therapie richtet sich nach einer individuellen ärztlichen Beurteilung.

Medikamentöse Therapie

Bei leichten bis mittelgradigen Beschwerden kann zunächst eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Verwendet werden pflanzliche Mittel sowie Alphablocker oder PDE-5 Hemmer, die die Muskulatur der Prostata entspannen, und 5-Alpha-Reduktasehemmer, die das Wachstum bremsen. Die Wirkung setzt meist nach einigen Wochen ein. Kombinationen verschiedenen Medikamente sind möglich. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig, um den Verlauf zu beobachten.

Rezum™-Therapie

Die Rezum™-Therapie ist ein innovatives, minimal-invasives Verfahren, bei dem heißer Wasserdampf gezielt in das vergrößerte Prostatagewebe eingebracht wird. Dadurch schrumpft das Gewebe, und die Harnröhre wird wieder durchgängig. Vorteile sind die kurze Behandlungszeit, der Erhalt der Sexualfunktion und eine rasche Erholung – ideal für Männer mit mittlerem Prostatavolumen, die eine schonende Alternative zur Operation wünschen. Nachteile sind ein in der Regel deutlich niedrigere Effektivität bei der Linderung der Beschwerden und das Risiko einer weiteren Therapie im Verlauf.
Icon Rezum

HoLEP

Die HoLEP (Holmium-Laser-Enukleation der Prostata) ist ein modernes, lasergestütztes Verfahren zur Entfernung des überschüssigen Prostatagewebes. Mit dem Holmium-Laser wird das Gewebe präzise abgetragen und über die Harnröhre entfernt. Die Methode ist blutungsarm, sicher und auch bei großen Prostatavolumina sehr effektiv. Sie gilt als dauerhafte und nachhaltige Therapieoption, die das Risiko eines Wiederauftretens deutlich reduziert. Nach der Holep ist eine im Vergleich zu anderen Methoden längere Erholungszeit des Beckenbodens inkl. Notwendigkeit des Beckenbodentrainings nötig.
Icon HoLEP

TUR-P

Die TUR-P (Transurethrale Resektion der Prostata) gilt als klassisches Standardverfahren bei der Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung. Über die Harnröhre wird eine feine Elektroschlinge eingeführt, mit der überschüssiges Gewebe schrittweise abgetragen wird. Die TUR-P ist ein bewährtes, sicheres Verfahren mit exzellenten Langzeitergebnissen und bleibt auch in Zeiten moderner Techniken ein fester Bestandteil der urologischen Therapie. Die TUR-P kann bis Prostatavolumina von 80-100ml erfolgen.
Icon TUR-P

Offene oder laparoskopische Adenomenukleation

Bei einer ausgeprägten Prostatavergrößerung wird das überschüssige Drüsengewebe operativ entfernt – entweder über einen kleinen Bauchschnitt (offene Operation) oder mit einer schonenden Schlüsselloch-Technik (laparoskopisch). Beide Verfahren zielen darauf ab, den Harnfluss zu verbessern und Beschwerden beim Wasserlassen nachhaltig zu lindern. Der Eingriff ist invasiver als die endoskopischen Verfahren, ermöglicht aber das Mitbehandlungen von großen Blasensteinen oder Divertikeln.

Unser Anspruch: Präzision, Erfahrung, individuelle Therapie

Jede Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung verfolgt dasselbe Ziel: Beschwerden sicher lindern und die Lebensqualität verbessern – mit möglichst geringem Risiko und kurzer Erholungszeit. Dafür setzen wir auf modernste Verfahren, hohe chirurgische Expertise und eine persönliche Betreuung in allen Phasen der Behandlung.

Zentrum für gutartige Prostataerkrankungen

Im Zentrum für gutartige Prostataerkrankungen der Urologischen Klinik München-Planegg bieten wir das gesamte Spektrum moderner Therapien bei benigner Prostatahyperplasie (BPH). Gemeinsam mit Ihnen wählen wir die individuell passende Behandlung – von medikamentösen Ansätzen bis zu minimal-invasiven oder operativen Verfahren. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine präzise Diagnostik, schonende Therapieverfahren und persönliche Betreuung. Unser Ziel ist es, Beschwerden nachhaltig zu lindern, die Blasenfunktion zu verbessern und Ihre Lebensqualität spürbar zu steigern.
OP-Zentrum für gutartige Prostataerkrankungen
UKMP Favicon

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann ist eine Operation notwendig?

Wenn Medikamente nicht ausreichend helfen oder Komplikationen wie Harnverhalt, wiederkehrende Infekte oder Blasensteine auftreten, wird eine operative oder minimal-invasive Behandlung empfohlen.

Welche Methode hat die besten Erfolgsaussichten?

Alle Verfahren, die in unserer Klinik eingesetzt werden, sind wissenschaftlich etabliert und weisen sehr gute Langzeitergebnisse auf. Entscheidend ist, das Verfahren zu wählen, das am besten zur individuellen Situation passt.

Wie lange dauert der Klinikaufenthalt nach der Behandlung?

Bei endoskopischen Verfahren wie TUR-P oder HoLEP ist der Aufenthalt meist kurz – häufig nur wenige Tage. Rezum ist ein ambulanter Eingriff. Nach einer Adenomenukleation bleiben die Patienten in der Regel zwei bis vier Tage zur Beobachtung und Nachsorge in der Klinik.

Wie schnell kann ich nach der Behandlung wieder meinen Alltag aufnehmen?

Die Erholungszeit hängt vom gewählten Verfahren ab. Meist ist eine Rückkehr in den Alltag schon nach wenigen Tagen möglich, körperliche Schonung sollte jedoch für etwa zwei Wochen eingehalten werden.

Bleiben Kontinenz und Sexualfunktion nach der Behandlung erhalten?

In der Regel ja. Die modernen Verfahren sind darauf ausgelegt, Kontinenz und Potenz zu erhalten. Bei einigen Methoden kann es allerdings zu einer vorrübergehenden Inkontinenz (Frühinkontinenz) kommen, die sich unter Beckenbodentraining in den Wochen nach der OP normalisiert. Zudem ist die sogenannten „trockenen Ejakulation“ eine Therapiefolge der TUR-P, Holep und Adenomenukleation, die jedoch medizinisch unbedenklich ist.

Wie lange hält das Ergebnis einer Behandlung an?

Die erzielte Verbesserung ist in der Regel dauerhaft. Bei modernen Verfahren wie HoLEP oder TUR-P liegt die langfristige Erfolgsrate sehr hoch, und Wiederholungen sind selten notwendig.

Kontakt

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