Die Bandoperation kommt infrage, wenn konservative Maßnahmen wie Beckenbodentraining oder Pessartherapie nicht ausreichend helfen und eine Belastungsharninkontinenz diagnostiziert wurde. Die Entscheidung für das geeignete Verfahren erfolgt individuell nach ausführlicher Untersuchung und Beratung.
Beide Verfahren dienen der Stabilisierung der Harnröhre. Beim TVT (tension-free vaginal tape) wird das Band hinter dem Schambein platziert, beim TOT (transobturator tape) seitlich durch die Obturatorloge. Die Wahl hängt von individuellen anatomischen Gegebenheiten und eventuellen Voroperationen ab.
In den meisten Fällen erfolgt der Eingriff ambulant oder mit einem kurzen stationären Aufenthalt von 1–2 Tagen. Die Patientin kann häufig schon wenige Stunden nach der Operation aufstehen und nach kurzer Zeit wieder in den Alltag zurückkehren.
Die Bandoperation hat eine hohe Erfolgsrate, und viele Patientinnen sind dauerhaft oder langfristig beschwerdefrei. Die Haltbarkeit des Ergebnisses hängt auch von individuellen Faktoren wie Gewebequalität, Lebensstil und Begleiterkrankungen ab.




