Eine Harnröhrenstriktur ist eine narbige Verengung der Harnröhre. Durch die Verengung wird der Urinfluss behindert, was zu Beschwerden beim Wasserlassen und langfristig zu Problemen der Blase und Harnwege führen kann.
Häufige Ursachen sind frühere Katheteranlagen, Operationen, Entzündungen oder Verletzungen der Harnröhre. In manchen Fällen lässt sich die ursprüngliche Ursache nicht mehr eindeutig feststellen.
Typische Symptome sind ein abgeschwächter Harnstrahl, verlängertes Wasserlassen, Nachträufeln, häufiger Harndrang, wiederkehrende Harnwegsinfektionen oder das Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung. In schweren Fällen kann es zu einem Harnverhalt kommen.
Nein. Da es sich um eine narbige Veränderung des Gewebes handelt, bildet sich eine Harnröhrenstriktur in der Regel nicht spontan zurück. Ohne Behandlung kann sich die Verengung im Laufe der Zeit sogar verstärken.
Bleibt die Verengung unbehandelt, kann es zu wiederkehrenden Infektionen, Restharnbildung, Blasensteinen, Harnverhalt und in seltenen Fällen auch zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion kommen.
Nein. Eine Harnröhrenstriktur ist keine Tumorerkrankung, sondern eine gutartige narbige Verengung der Harnröhre. Die Beschwerden können jedoch ähnlich belastend sein und sollten deshalb fachärztlich abgeklärt werden.
Die besten langfristigen Erfolgsaussichten werden bei längeren oder wiederkehrenden Harnröhrenstrikturen meist durch eine rekonstruktive Harnröhrenoperation (Urethroplastik) erreicht. Welche Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt jedoch von Lage, Länge und Ursache der Verengung ab.






